Gehälter von Serienfiguren vs. Realität "How I Met Your Mother"-Figuren leben über ihre Verhältnisse

Auf Webseiten wie I am Not a Stalker oder auch Hooked on Houses sind die Häuser und Wohnungen der fiktiven Figuren zu finden, selbst in der Los Angeles Times gibt es eine eigene Rubrik dafür. Meistens sind dabei nicht nur die exakte Adresse und Fotos angegeben, sondern auch Miete oder Kaufpreis. Wer einen Grundriss sehen möchte, dem seien die Zeichnungen der spanischen Innenarchitektin Inaki Aliste Lizarralde empfohlen.

Dabei wird zum einen deutlich, dass etwa die Strandvilla von Charlie Harper aus "Two and a Half Men" oder das Haus der "Golden Girls" vollkommen irrsinnig konstruiert sind. Es zeigt sich aber auch, dass sich etwa Ted Mosby und Marshall Eriksen aus der Serie "How I Met Your Mother" ihre Wohnung in der Upper West Side keinesfalls leisten könnten. Ein 90 Quadratmeter großes Apartment mit Dachterrasse in dieser Gegend von New York kostet etwa 4000 Dollar Miete pro Monat. Mosby dürfte als Architekt zu Beginn der Serie monatlich etwa 7000 Dollar verdienen, Eriksen dagegen ist noch Jurastudent. Erst in späteren Staffeln - Eriksen bekommt als Anwalt bei einer Bank etwa 180 000 Dollar, Mosby als Architekt eines Hochhauses etwa 200 000 Dollar - wären sie in der Lage, die Miete zu bezahlen.

Deutlich realistischer geht es dagegen in der Serie "The Big Bang Theory" zu. Die beiden Protagonisten Sheldon Cooper und Leonard Hofstadter arbeiten als Physiker am California Institute of Technology, ihr Gehalt dürfte bei jeweils ungefähr 100 000 Dollar pro Jahr liegen. Ihre Wohnung in der Los Robles Avenue in Pasadena ist für etwa 2200 Dollar pro Monat zu haben. Ebenfalls auch in der wirklichen Welt denkbar: Die Lebensstile von Derek Shepherd ("Grey's Anatomy", Gehalt als Chirurg: etwa 200 000 Dollar), Elizabeth Keen ("The Blacklist", etwa 60 000 Dollar als FBI-Mitarbeiterin) und Homer Simpson ("The Simpsons", Verdienst als Sicherheitsbeauftragter in einem Kernkraftwerk: etwa 55 000 Dollar).

Auch Jerry Seinfeld dürfte sich als durchaus erfolgreicher Komiker seine Wohnung in der 81st Street in New York (etwa 2000 Dollar Miete pro Monat) leisten können. Wie sein Nachbar, der Müßiggänger Cosmo Kramer, allerdings für die Miete aufkommt, bleibt ein Rätsel. Vielleicht liegt es daran, dass sich das Gebäude, dessen Fassade in der Serie dauernd gezeigt wird, in Wirklichkeit in Los Angeles befindet. Die Miete für eine Zwei-Zimmer-Wohnung in dieser Gegend: etwa 1500 Dollar.

Die einfachste Lösung präsentiert Erfinder Chuck Lorre in der Serie "Two and Half Men": Zuerst lebte in diesem prächtigen Strandhaus in Malibu der Musiker Charlie Harper (Charlie Sheen), der immer dann, wenn es finanziell ein wenig knapp wurde, einen Scheck für Werbejingles oder Tantiemen für Kinderlieder überreicht bekam. Mittlerweile residiert dort Walden Schmitt. Der ist durch ein Internet-Start-up stinkreich geworden, sein Vermögen beläuft sich auf 1,3 Milliarden Dollar. Wie schon gesagt: Es wäre bisweilen gar nicht so schlecht, wenn es im eigenen Leben so zuginge wie in einer Fernsehserie.