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Finanzen kompakt:Denkt das Undenkbare!

Was passiert mit Banken bei einer verheerenden Grippe-Pandemie? Oder wenn Handelskriege die Nahrungsmittelversorgung unterbrechen? Großbritannien stresst Banken auf ganz neue Art. Dies und mehr im Finanzen kompakt.

Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass Banken Risiken dramatisch unterschätzen. Darum gehen britische Behörden nun einen ungewöhnlichen Weg. Sie wollen die Kreditinstitute dazu zwingen, sich über weniger wahrscheinliche, gleichwohl deaströse Ereignisse Gedanken zu machen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

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Aufregung in London: Großbritanniens Banken sollen sich besser auf Risiken vorbereiten.

(Foto: dpa)

Fern von den herkömmlichen Katastrophen-Szenarien wie Blasen an den Finanzmärkten sollen Banken im Rahmen neuartiger Stresstests gezwungen werden, potentiell gefährliche Schocks für die Branche wie etwa eine Grippe-Pandemie oder eine Verknappung von Nahrungsmitteln in Großbritannien zu identifizieren. Anschließend soll überprüft werden, wie das Geschäft geordnet werden muss, um notfalls gegen solche Vorkommnisse gewappnet zu sein.

Den Bankern gefällt das gar nicht. Das WSJ zitiert den Chef einer britischen Großbank mit den Worten, dass "es da um das Zusammenspiel absurder Szenarios" ginge, bei denen die Banker tatenlos zusähen, wie sich die Dinge entwickelten und selbst kaum eingriffen, um die Situation zu stabilisieren. Vor allem aber befürchteten die Banken eines: Dass sie nun nochmehr Kapital für ihre Geschäfte bevorraten sollen.