Citigroup: Weg mit den Staatshilfen:Der Rubel rollt zurück

Erst musste die Citigroup mit einem Milliardenbetrag vom Staat gerettet werden, jetzt verdichten sich die Hinweise, dass die Bank das Geld zurückzahlt - wenn es denn weiterhin aufwärts geht.

Die Citigroup rüstet sich für die Rückzahlung von Staatshilfen in Höhe von 20 Milliarden Dollar. Voraussetzung seien weitere konkrete Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, sagte Vorstandschef Vikram Pandit am Mittwoch.

Dem Geldhaus stünde ausreichend Kapital für die Begleichung der Regierungsschulden zur Verfügung. "Für uns ist es wirklich eher eine Frage des Zeitpunkts als der Kapazität", sagte Pandit.

Seine Aussagen sind bislang der deutlichste Hinweis auf Schritte der Citigroup zur Rückzahlung der Gelder, mit denen die Regierung in Washington das Institut seit Oktober. Die US-Bank will - wie andere Geldinstitute auch - den Einfluss der Regierung loswerden.

Während der weltweiten Finanzkrise manövrierte sich die Citigroup in Schwierigkeiten: Mit hohen Milliardenverlusten gehörte die Bank zu den international größten Verlierern der Krise. Der Staat war damals zur Rettung der einst weltweit größten Bank über eine Milliardenspritze mit fast 34 Prozent eingestiegen.

Bei der Citigroup, die wie die Bank of America mit Milliardengeldern der US-Regierung gerettet wurde, kletterten die Verluste im Kreditgeschäft im zweiten Quartal um über 80 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar.

Als erste der großen Banken hatten unter anderem Goldman Sachs und JP Morgan die Regierungshilfen zurückgezahlt.

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