Auswege für SteuersünderDen Tresor im Ausland öffnen

Der Fiskus kennt keine Gnade: Weltweit steigt der Druck auf Steuersünder. Betroffene müssen mit genaueren Kontrollen rechnen - die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Die Schlinge zieht sich immer weiter zu: Regelmäßig tauchen derzeit neue Meldungen auf, wonach die Staaten den Kampf gegen Steuerhinterzieher verschärfen. Bei vielen Menschen, zum Beispiel auch Erben, die bis kurz vor dem Tod des Erblassers nichts von einem Nummernkonto in der Schweiz gewusst haben, wächst nun die Sorge: Können sie Ärger mit dem Finanzamt bekommen? Und gibt es einen Ausweg, um straffrei davonzukommen? "Den gibt es - die Selbstanzeige", sagt Jürgen Honert, Partner der Kanzlei Honert + Partner in München. Die wichtigsten Fragen zu einem besonders heiklen Thema:

Wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Behörden Steuerhinterziehern auf die Schliche kommen?

"Ganz klar: ja", sagt Steuerrechtsexperte Honert. Im Zuge der Finanzkrise verstärken weltweit die Staaten ihren Kampf gegen Steuerhinterzieher und -oasen. Erst vergangene Woche vereinbarten Deutschland und Gibraltar ein Abkommen: Es wird deutschen Finanzbeamten erleichtern, nach Vermögen zu fahnden, die deutsche Anleger auf die britische Enklave am Mittelmeer geschafft haben. Ähnliches tritt voraussichtlich ab Januar 2010 mit Liechtenstein in Kraft. Und auch die Schweiz wird sich wohl dem Druck der USA beugen und ihr Bankgeheimnis aufweichen müssen.

Foto: dpa

25. August 2009, 12:352009-08-25 12:35:00 ©