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Aktien, Fonds und Zertifikate:Goldfonds und Zertifikate

Goldfonds:

An deutschen Börsen gehandelte Goldfonds wie der Hansagold-Fonds der Hansa-Invest decken bis zu 30 Prozent des Vermögens mit Barren, der Rest wird in Wertpapiere mit Goldbezug und Platin, Palladium und Silber investiert. Fonds, die zu 100 Prozent in physisches Gold investieren, sind hierzulande nicht zugelassen, weil nach deutschem Gesetz Anlagen in einem Fonds breit gestreut sein müssen. Wer sein gesamtes Vermögen mit Gold besichert sehen will, wird zum Beispiel an der Börse in Zürich fündig. Fonds wie der Schweizer Julius Bär Physical Gold Fund sind mit ETFs vergleichbar. Das Gold eines Fonds darf nicht oder nur zu geringen Mengen verliehen werden.

Vorteile: Das Kapital der Fondsanleger gilt als Sondervermögen. Geht der Anbieter insolvent, brauchen Sie sich um Ihre Investitionen nicht zu sorgen.

Nachteile: Durch Ausgabeaufschläge und Managementgebühren muss ein recht hoher Aufpreis auf den Anteilswert entrichtet werden. Bei ausländischen, geschlossenen Fonds ist die Besteuerung ähnlich kompliziert wie bei ETFs. Das Risiko steigt mit sinkendem Anteil der physischen Gold-Investition.

Zertifikate:

Gold-Zertifikate verbriefen die Teilhabe an der Kursentwicklung des Goldpreises oder anderer Finanzinstrumente. Sie werden als Inhaberschuldverschreibungen zum Beispiel von Banken ausgegeben. Auch der Rückkaufpreis orientiert sich an der Kursentwicklung des Basiswertes. Aber: Der Emittent muss keineswegs in physisches Gold investieren. Zertifikate können sehr unterschiedliche Eigenschaften haben, es gibt sie besichert oder unbesichert, mit beschränkter oder unbeschränkter Laufzeit, mit oder ohne Hebelwirkung sowie mit oder ohne Währungsabsicherung.

Vorteile: Schon mit weniger als zehn Euro können Sie direkt vom Spotpreis profitieren. Auch auf Kursverluste können Sie setzen. Die Kaufs- und Verkaufsmöglichkeiten sind zahlreich.

Nachteile: Geht der Emittent insolvent, wird das Zertifikat wertlos. Herausgeber von Zertifikaten sind nicht verpflichtet, entstehende Kosten anzugeben. Tipp: Fragen Sie andere Investoren nach ihren Erfahrungen - zum Beispiel in den Internetforen des Börsenportals Wallstreet online.

© SZ.de/mri/edi

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