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Vivomove HR von Garmin:Ein bisschen fit und ein wenig smart

WIR

Sieht aus wie eine herkömmliche Armbanduhr, beherrscht aber smarte Funktionen: Garmins Vivomove HR.

(Foto: PR)

Eine Uhr, die technisch viel kann, aber nicht nach Computer am Handgelenk aussieht? Garmin versucht mit der Vivomove HR diesen Spagat.

Smarte Uhren, man muss es so sagen, sind meist potthässlich. Wer Wert darauf legt, nicht sofort als Nerd erkannt zu werden, weil er einen kleinen Computer am Arm trägt, tut sich mit einer Smartwatch daher schwer. Der US-Hersteller Garmin, bekannt durch leistungsstarke Sportuhren, versucht das mit einer hybriden Uhr zu lösen: Die Vivomove HR sieht mit ihren Zeigern aus wie eine normale Armbanduhr im minimalistischen Stil des Designers Max Bill. Nur ein kleines Display zeigt auf Wunsch Benachrichtigungen, die zurückgelegte Strecke oder den Puls. Werden keine Infos dargestellt, bleibt auch die Anzeige aus. Nichts Digitales stört dann den analogen Schein.

Und doch finden sich im Netz viele negative Bewertungen der Vivomove HR. Aus Sicht von Smartwatch- oder Fitness-Enthusiasten ist sie weder Fisch noch Fleisch. Smartwatch-Fans vermissen wichtige Funktionen, wie direkt auf eine Nachricht zu reagieren. Die Garmin-Uhr vibriert bei Benachrichtigungen nur und zeigt diese kurz an. Fitness-Fanatikern hingegen reichen die Möglichkeiten zum Nachverfolgen der eigenen Sportart kaum aus. Schwimmen zum Beispiel geht gar nicht, dabei ist die Vivomove wasserdicht.

Fantasiewerte beim Stress-Niveau

Die meisten anderen Sportler kämpfen mit dem größten Manko der Uhr: Obschon das berührungsempfindliche Kristallglas-Display auf leuchtstarke OLED-Technik setzt und sich nach einem Wischen die Uhrzeiger auf die 10 Uhr 10-Position verschieben, um den kleinen Schirm nicht zu verdecken, sind die Zusatz-Infos in der prallen Sonne kaum erkennbar.

Für wen also eignet sich die Vivomove HR? Am ehesten wohl für alle Normalos, die ein bisschen fit und ein wenig smart sein wollen. Die Garmin-Uhr misst den Puls durchgängig und protokolliert die Schritte, beides ziemlich genau. Die Anzeige des Stress-Niveaus auf Basis der Herzfrequenz produziert dagegen Fantasiewerte.

Der Akku hält etwa fünf Tage durch. Smart wird die Hybrid-Uhr über Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. Auch die Musik dort lässt sich problemlos über die Uhr steuern. Die App Garmin Connect stellt alle Daten grafisch dar. Das kann nur Fitbit besser. Die Vivomove HR kommt in vier Farben mit Leder- oder Silikonarmband. Wer um ihre Schwächen weiß, bekommt ab 160 Euro eine hübsche Uhr mit Zusatznutzen.

© SZ vom 01.08.2018/mri
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