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Messe CES in Las Vegas:Schickt sie uns jung, dann gehören sie uns

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Selbst das Babybett wird nun per App online vernetzt.

(Foto: AFP)
  • Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird immer mehr vernetztes Spielzeug präsentiert.
  • Mit den Auftritten bei der Technologiemesse sollen Kunden bereits im Kindesalter an künstliche Intelligenz herangeführt werden.
  • Doch es gibt auch Probleme. So sind die Spielsachen oft nur unzureichend gegen Datendiebstahl geschützt.

Nein, furchterregend ist Kuri nun wirklich nicht. Er sieht aus wie eine 50 Zentimeter große Mensch-ärgere-dich-nicht-Figur und benimmt sich wie der bestens gelaunte Bruder des depressiven Roboters Marvin aus dem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Er erinnert einen freundlich piepend an die Einnahme von Medikamenten, passt auf Haustiere und die verlassene Wohnung auf und erzählt den Kindern Gute-Nacht-Geschichten.

Dieser goldige Roboter mit den riesigen Augen, dieses Maschine gewordene Kindchenschema, ist eine erfrischende Abwechslung auf der Technologiemesse CES in Las Vegas, wo auch in diesem Jahr zahlreiche skurrile (ein Haarwuchshelm), fragwürdige (eine Kühlschrankkamera) und völlig unsinnige (vibrierende Jeansshorts) Erfindungen vorgestellt werden.

"Roboter haben große Probleme damit, Türen zu öffnen"

Der knuffige Kuri ist nur eines von zahlreichen Produkten, mit denen die Technologiebranche derzeit versucht, jenen Menschen die Furcht vor künstlicher Intelligenz zu nehmen, die beim Begriff schlauer Roboter nicht an einen putzigen Spielkameraden denken, sondern an mordende Maschinen wie aus den Filmen "2001: A Space Odyssey" oder "The Matrix" - also an jene Auswüchse des technologischen Fortschritts, vor dem sogar Wissenschaftler wie Stephen Hawking und Visionäre wie Elon Musk warnen.

"Wenn Sie Angst vor dem Terminator haben, dann machen Sie einfach die Tür zu", sagt dagegen Oren Etzioni, Leiter des Allen Institute for Artificial Intelligence: "Roboter haben große Probleme damit, Türen zu öffnen." Kuri kann das übrigens auch nicht, er hat keine Arme.

Kinder sind viel aufgeschlossener als Erwachsene

Auf der CES sollen in diesen Tagen nicht nur Erwachsene von den Vorteilen der zunehmenden Digitalisierung überzeugt werden, sondern auch Kinder - getreu der Jesuiten-Formel: "Schickt sie uns jung, dann gehören sie uns für immer!" Wer sich hin und wieder mit Grundschülern beschäftigt, der dürfte verblüfft feststellen, wie selbstverständlich sie einen Tablet-PC entsperren, sich in Computerspielen wie Minecraft bewegen oder Youtube-Videos erstellen.

Derzeit gibt es laut der Analysefirma Gartner weltweit etwa acht Millionen intelligente Spielzeuge, die Einnahmen liegen bei knapp drei Milliarden Dollar. In vier Jahren soll dieser Markt auf mehr als 420 Millionen Geräte und mehr als 105 Milliarden Dollar Umsatz wachsen. "Das Potenzial ist immens, weil Kinder diesen Produkten viel aufgeschlossener begegnen als Erwachsene", sagt Gartner-Forscher Gerald Van Hoy.

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