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Stiftung Warentest:Diese Navi-Apps schneiden am besten ab

Navi-Apps auf der Überholspur

Stiftung Warentest hat Navi-Apps getestet

(Foto: dpa-tmn)

Mit welcher Smartphone-App kommt man am besten von A nach B? Die Prüfer der Stiftung Warentest haben eine klare Antwort: Wer Geld ausgibt, bekommt ein besseres Produkt. Die Kartendienste von Apple und Google schneiden schlecht ab.

Wie genau sind die Ortsangaben? Wie einfach ist die App zu bedienen? Wie lange hält der Akku? 19 Navigations-Apps hat die Stiftung Warentest begutachtet und ihre Antwort lautet: Je teurer eine App ist, desto besser ist die Gesamtnote.

Platz Eins belegt die Anwendung vom Navigationsdienst TomTom, die 90 Euro im App Store beziehungsweise 70 Euro bei Google Play kostet. Wer ein Windows Phone besitzt, soll sich nach der Empfehlung der Tester Navigon kaufen, Kostenpunkt: 85 Euro. Diese Apps bieten klar lesbare Anzeigen, einfache Menübedienung, gut getimte Ansagen und die Karten sind direkt nach Start der App verfügbar - müssen also nicht aus dem Netz geladen werden, so das Ergebnis von Stiftung Warentest.

Das ist einer der Hauptkritikpunkte an den Apps, wie sie von Apple und Google angeboten werden. Die Karten werden aus dem Internet abgerufen. Sie verbrauchen auf 120 Kilometer neun beziehungsweise zehn Megabyte an Daten. Gerade im Ausland könne das zu Roaming-Gebühren führen, bemängeln die Tester. Wer das Roaming auf Europareisen ausschaltet, kann dementsprechend auch diese Apps nicht nutzen. Bezüglich der Karten-App von Apple wird außerdem kritisiert, dass die Anzeige nur einen Radius von 500 Meter abbilde. Auf Autobahnen ist der Einsatz damit ungünstig.

Die letzten Plätze belegen Gratis-Apps wie Skobbler, Navfree und Mapfactor. Denn diese kostenlosen Varianten nutzen dem Test zufolge Karten von Open Streetmaps. Das sind frei nutzbare Kartendienste, die keiner Lizenzgebühr unterliegen. Die einzelnen Karten werden nicht von einem Unternehmen angelegt, sondern von freiwilligen Helfern. In den Apps führe das effektiv dazu, dass zwar die richtige Straße angezeigt werde, mitunter aber die Hausnummern fehlen.

Stiftung Warentest kritisiert, dass einige der Apps Nutzungsstatistiken sammeln und diese Daten wiederum zu Geld machen. In punkto Datenschutz falle insbesondere die App von Falk negativ auf, die Benutzernamen und Passwort unverschlüsselt übertrage. Dadurch könnten Hacker mitlesen, wenn man sich in ungeschützte W-Lan-Netzwerke einwähle.

© Süddeutsche.de/hatr/bero

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