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Spiele-App "Lifeline":Taylor braucht dich

Hilferuf eines gestrandeten Astronauten: In "Lifeline" betreut der Spieler einen gestrandeten Raumfahrer - in Echtzeit. Das Spielprinzip ist schlicht, aber es weckt sofort den Wunsch, Taylor nicht alleine zu lassen.

Von Hakan Tanriverdi

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iOS Game Lifeline Screenshot

Quelle: OH

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Angespielt, nicht durchgespielt: Unsere Games-Kurzkritik "Screenshot" beantwortet Fragen zu den neuesten Computer- und Videospielen auf allen gängigen Plattformen. Und gibt einen ersten Eindruck, worauf Sie sich bei einem neuen Spiel freuen können - und wann Sie skeptisch sein sollten.

Worum geht es in Lifeline?

Um einen verängstigten Astronauten, der auf einem fremden Mond abgestürzt ist. Sein Name ist Taylor und er versucht seit Stunden, Kontakt herzustellen - und ausgerechnet Sie, den Spieler, konnte er erreichen. Taylor ist dankbar, einen Ansprechpartner zu haben und wird fortan bei allen Entscheidungen Rat beim Spieler suchen. Gemeinsam erkunden sie diesen fremden Mond, auf dem es glücklicherweise möglich ist, zu atmen. Gemeinsam werden sie entscheiden, ob Taylor eine Nacht in der Nähe (und Wärme) eines Reaktors schlafen soll, oder ob er das lieber lassen soll, weil ihn die Strahlung umbringen könnte.

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Was sieht vielversprechend aus?

Das Spielprinzip. Lifeline ist ein textbasiertes Adventure-Game. Es gibt keine fancy Grafiken, sondern nur eine Art Chat-Kanal. Taylor erzählt, was er sieht, und fragt nach, wenn er unsicher ist. Dem Spieler werden zwei Antworten vorgegeben, eine wird angeklickt. So entscheidet sich Taylor - und kaum hat er das getan, kommt die Reaktion (fast) in Echtzeit. Das heißt: Wenn der Astronaut den Spieler fragt, wo er die Nacht verbringen soll, dann wird er nach seiner Entscheidung auch für mehrere Stunden 'busy' sein, also nicht ansprechbar. Überquert er einen Krater, dauert das eine Stunde. Checkt er die Umgebung, ist er für Minuten leise. Wer Taylor Tipps gibt, ist für insgesamt drei Tage beschäftigt.

Dem Spieler bläut Taylor ununterbrochen seine Dankbarkeit dafür ein, Kontakt mit ihm halten zu dürfen. Reagiert man zu lange nicht auf Anfragen, bekommt man eine Benachrichtigung: "Taylor wartet auf dich". So entsteht beim Spieler das Gefühl, tatsächlich einen Menschen zu begleiten. Man will Taylor in dieser feindlichen Umgebung nicht alleine lassen - und checkt sein iPhone, iPad oder seine Apple Watch regelmäßig.

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Warum sollte man trotzdem skeptisch sein?

Es gibt wenig Gründe, skeptisch zu sein. Doch Lifeline baut auf dem Prinzip auf, dem Spieler Echtheit zu simulieren. Das klappt natürlich nicht über die volle Länge, da die Antwortmöglichkeiten den Spieler öfter daran erinnern, dass man nicht wirklich 'kommuniziert', also seine Antworten frei wählt, sondern gebunden ist an das, was im Spiel an Reaktionen vorgesehen ist.

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Woran erinnert Lifeline?

An textbasierte Adventure-Games, wie man sie zum Beispiel von Twine kennt. Im Gegensatz zu klassisch erzählten Spielen, hat der Spieler hier die Chance, den Spielablauf mitzubestimmen.

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Was passiert, wenn man das Spiel zum ersten Mal startet?

Der Spieler wird gefragt, ob er eine Apple Watch besitzt. Falls ja, wird das Layout dementsprechend angepasst. Anschließend wird geklärt, ob Push-Benachrichtigungen verschickt werden dürfen. Direkt danach ploppt ein Fenster auf. Eine Verbindung wurde aufgebaut, erfährt man. "Hallo?", fragt Taylor, "funktioniert dieses Ding überhaupt? Kann mich irgendjemand lesen?" Der Spieler hat zwei Antworten. Das Spiel beginnt.

Lifeline gibt es für iOS-Geräte (iPhone, iPad, Apple Watch). Das Spiel kostet 2,99 Euro und funktioniert ab dem Betriebssystem iOS 8.0

© SZ.de/hatr/luk/rus

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