Ifa 2017:Die besten Gadgets der Ifa

Hightech-Plattenspieler, Digitalkamera mit Drucker oder Fitnesstracker für Haustiere - das sind die interessantesten Neugigkeiten der Ifa.

Von Marvin Strathmann, Berlin

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Sony Xperia XZ1 Compact

Xperia XZ1 Compact Ifa 2017

Quelle: Sony/PR

Typisch Sony: Während Smartphone-Hersteller wie Samsung neben ihren Flaggschiff-Telefonen abgespeckte Versionen in kleinerem Gehäuse anbieten, verweigert sich Sony dieser Diät. Das Xperia XZ1 Compact - die kleinere Version des XZ1, der ebenfalls auf der Ifa vorgestellt wurde - steht dem großen Bruder in Sachen Ausstattung nicht nach.

Auch in das 9,3 Millimeter dicke Gehäuse passt ein Bildschirm mit einer Diagonale von 4,6 Zoll. Die typische Kastenform der Xperia-Handys ist auch hier etwas gewöhnungsbedürftig gegenüber den runden Ecken der Konkurrenz. Der Power-Button liegt eingefasst in der rechten Seite und dient außerdem als Fingerabdruck-Sensor.

Neben dem Äußeren hat Sony dem XZ1 Compact neue Funktionen mitgegeben. So kann das Handy ein Gesicht oder einen Gegenstand in 3D aufnehmen. Aus den 3D-Scans können Emojis für Facebook und Whatsapp werden, ein 3D-Hintergrundbild oder eine kleine, ausgedruckte Skulptur aus dem 3D-Drucker. Die Funktion erscheint in einem ersten Praxistest allerdings noch verbesserungsbedürftig.

Einen ausführlichen Bericht zum neuen Sony-Smartphone gibt es hier.

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Dell Visor

Dell Visor Ifa 2017

Quelle: Dell/PR

Dell, sonst eher für etwas humorlose Büro-PCs und Highend-Arbeitsmaschinen bekannt, versucht sich jetzt auch an Virtual Reality. Das Dell-Headset mit dem Star-Trek-Namen "Visor" verfügt über zwei Bildschirme mit jeweils 1440 mal 1440 Pixel Auflösung. Dazu kommt eine gute Polsterung hinten und vorne. Sie liegt eng an, aber drückt nicht auf die Stirn oder den Hinterkopf und kann auch mit Brille komfortabel getragen werden. So kann der Träger sich in der virtuellen Welt verlieren, ohne durch Drücken und Ziehen an die triste Realität erinnert zu werden.

Bei einem kurzen Test konnte man sich sehr gut in der virtuellen Welt zurechtfinden, Kopfbewegungen und die VR-Controller werden zuverlässig erkannt. Außerdem lässt sich die Brille hochklappen, ohne sie abnehmen zu müssen, sodass man sich zwischendurch im Raum und in der Realität neu orientieren kann. Die Verbindung zum PC erfolgt recht simpel mit einem HDMI-Kabel, außerdem können Nutzer ihre eigenen Kopfhörer an die Brille anschließen.

Die Brille von Dell soll um die 350 Euro kosten und Mitte Oktober in den Handel kommen. Wer zwei Regler von Microsoft dazukauft, ist weitere 100 Euro los.

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Bosch Roxxter

Bosch Roxxter Ifa 2017

Quelle: Bosch/PR

Auf der Ifa hat Bosch den ersten Saugroboter des Unternehmens gezeigt, den Roxxter. Der Roboter fährt alle Räume ab und erstellt anschließend eine virtuelle Karte für die passende Smartphone- oder Tablet-App - so können die Räume einzeln gesaugt werden, oder dem Roboter Raumverbote erteilt werden, etwa dem Kinderzimmer. In der App können außerdem Putzpläne eingestellt werden.

Das Gerät ist außerdem der erste Saugroboter, der Sprachbefehle verstehen kann. Das klappt dank Alexa, der Sprachsteuerung von Amazon: "Alexa, sag dem Home Connect Roboter, er soll die Küche reinigen", reicht aus, wenn man denn ein Alexa-Gerät Zuhause rumstehen hat. Zusätzlich lässt sich Roxxter mit dem Internetdienst IFTTT verbinden, also bestimmte Bedingungen per Klick eingestellt werden. Der Saugroboter könnte dadurch etwa seine Arbeit einstellen, wenn gerade ein Anruf kommt.

Der Saugroboter von Bosch soll kommendes Jahr in den Handel kommen.

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Polaroid Pop

Palaroid Ifa 2017

Quelle: Polaroid/PR

Retro-Gadget Nummer eins: Polaroid, die Freizeit-Foto-Ikone vergangener Jahrzehnte, hat es mit neuen digitalen Kameras geschafft, in der Instagram- und Selfie-Welt zu überleben. Auf der Ifa hat das Unternehmen nun weitere Details zum Polaroid Pop bekanntgegeben: Eine Sofortbildkamera, die Nutzer mit dem Smartphone verbinden können. Die Pop schießt Fotos mit 20 Megapixel, der integrierte Drucker spuckt nach Sekunden einen Abzug auf Papier aus. Über einen etwas langsam reagierenden 3,9-Zoll-Touchscreen können Nutzer vorher noch Sticker und Kunstwerke draufmalen, oder Snapchat-ähnliche Filter über das Bild legen.

Per Wlan oder Bluetooth können die Bilder an das Smartphone gesendet werden - oder von dort empfangen, um sie mit der Pop auszudrucken. Videos nimmt das Polaroid Pop in Full HD auf, außerdem kann der Speicherplatz per SD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Für eine Kamera wirkt das Plastikgehäuse recht klobig, die Tatsache, dass die Pop aber auch ein Fotodrucker ist, entschuldigt die ausgebeulte Hosentasche.

Die Polaroid Pop gibt es ab Oktober für knapp 170 Euro im Handel.

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Panasonic Technics SP-10R

Panasonic Plattenspieler Ifa 2017

Quelle: Technics/PR

Retro-Gadget Nummer zwei: Ein Plattenspieler in Zeiten von Spotify, Deezer und Apple Music. Drei bis sechs Songs passen etwa auf eine Schallplattenseite, eh man Hand anlegen muss, während man im digitalen Stream Millionen Stunden ununterbrochen auf der Couch verbringen könnte. Und trotzdem hat diese ultraanaloge Form des Musikhörens immer mehr hartnäckige Fans. Für die hat Panasonic auf der Ifa einen neuen Plattenspieler der Oberklasse vorgestellt hat, den Technics SP-10R.

Der Plattenspieler ist laut Aussage der Firma das hochwertigste Modell, das sie im Angebot haben und soll unter anderem Bestwerte beim Geräuschspannungsabstand erzielen (92 dB laut Technics). Je höher der Geräuschspannungsabstand, desto besser ist die Musik hörbar gegenüber Störgeräuschen, die vom Plattenspieler kommen, etwa Rauschen.

Allein der Plattenteller wiegt sieben Kilogramm und besteht aus einer Messingplatte, einem Aluminium-Teller und einer Gummischicht, die Schwingungen dämpfen soll. Insgesamt sollen selbst kleinste Vibrationen vermieden werden, die den Klang trüben könnten. Der Teller wird durch einen Direktantriebsmotor gedreht, das bedeutet, dass der Motor den Teller direkt antreibt und keine Riemen zwischen den beiden Bauteilen stehen. Damit sollen Vibrationen und Reibung vermindert werden.

Auf der Ifa wurde nur ein Prototyp gezeigt, aber ab dem Sommer 2018 soll er in den regulären Handel kommen.

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Acer Predator Orion 9000

Orion 9000 Ifa 2017

Quelle: Acer/PR

Viel Power steckt im Gaming-PC Predator Orion 9000 von Acer: Im Inneren takten gleich 18 Kerne dank des neuen i9-Prozessors von Intel in der Extreme Edition - wenn der Kunde es möchte. Da Gamer nicht nur viele Kerne sondern vor allem eine gute Grafik brauchen, passen in den Orion 9000 vier RX-Vega-64-Grafikkarten, das Topmodell von AMD, oder vier GTX-1080-Ti-Grafikkarten, das Topmodell von Nvidia. Den Arbeitsspeicher gibt es mit bis zu 128 Gigabyte.

Damit die Hardware nicht überhitzt, sorgen bis zu fünf Ventilatoren für ordentlich Luftbewegung im Gehäuse, falls dieser Mini-Sturm nicht reicht, hilft eine Flüssigkühlung dabei, durchgebrannte Chips zu verhindern. Die Kombination aus Wasser- und Luftkühlung, so verspricht Acer, sei besonders effektiv und dürfte auch den rücksichtslosesten Übertaktern jede Menge Spielraum verschaffen.

Das Gehäuse des Predator 9000 kommt mit dem für Gaming-PCs typischen Bombast daher: LED-Leisten, beleuchtete Ventilatoren und ein Sichtfenster ins Innere, damit man all das Silikon in seiner ganzen Pracht bewundern kann, wenn der Bildschirminhalt mal ausnahmsweise nicht genug Ablenkung bieten sollte. Auf der Oberseite hat Acer außerdem zwei Tragegriffe angebracht, unten kann der PC über Rollen bewegt werden. Die Tragehilfen hat das Monstergerät auch nötig: 15 Kilogramm Kampfgewicht machen den Weg zur nächsten LAN-Party mühsam.

Anfang 2018 soll der Predator 9000 auf den Markt kommen, über einen Preis schweigt sich Acer bislang aus.

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Acer Pawbo iPuppy Go

iPuppy Ifa 2017

Quelle: Pawbo/PR

Die Selbstvermessung des digitalen Menschen macht offenbar auch vor dessen Haustieren nicht Halt. Deshalb muss für den besten vierbeinigen Freund oder den gnädig maunzenden Mitbewohner schon mindestens ein Fitnesstracker für den Fifi sein, etwa der iPuppyGo von der Firma Pawbo, die zu Acer gehört.

Wie bei menschlichen Gadget misst das Gerät Belastung, Schlafrhythmen, Stimmung und die gesundheitliche Verfassung. Das geschieht über einen Tracker mit 35 Millimetern Durchmesser, der an das Halsband des Tieres geklemmt wird. Per Bluetooth kann das Herrchen die aktuellen Werte des vernetzten Hundes auf dem Smartphone checken.

Wann der iPuppyGo verfügbar ist, und wieviel der Tierliebhaber dafür ausgeben muss, ist noch nicht bekannt.

© SZ.de/mahu/lala
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