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Gadgets:Die irrsten Neuheiten auf der CES

Wäsche-Falt-Maschine, Kuschelroboter, intelligente Toilette: Auf der Technikmesse CES werden viele kuriose Gadgets gezeigt.

Von Marvin Strathmann

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"Alexa, spül die Toilette"

Numi

Quelle: Screenshot/Numi

Welches Produkt benötigt eine Sprachsteuerung, Bewegungssensoren und eine Bluetooth-Verbindung? Genau, die Toilette. Das High-End-Gerät des amerikanischen Herstellers Kohler hört auf den Namen Numi und ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Auf der CES hat der Hersteller die neue Version der Toilette vorgestellt: Sie soll nun eine Sprachsteuerung erhalten und beispielsweise auf Befehl die Toilette spülen.

Dafür hat Kohler den Sprachassistenten Alexa von Amazon eingebaut. Wenn Sie in Zukunft aus dem Badezimmer die Worte "Alexa, spül die Toilette" hören, dann wundern Sie sich bitte nicht.. Darüber hinaus bietet Numi eine Sitz- und Fußheizung, eingebautes Licht und eine Musik-Synchronisation per Bluetooth. Möchten Nutzer nicht mit der Toilette reden, können sie die Funktionen mit einer dazugehörigen App oder Gesten steuern.

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Schlafen mit Roboter

Somnox

Quelle: Somnox

Wenn Menschen nachts einsam sind und nicht einschlafen können, soll Somnox helfen. Die niederländische Firma hat in den letzten zwei Jahren an einem kleinen, gleichnamigen Kuschelroboter getüftelt. So funktioniert er: Will der müde Mensch nach einem harten Tag schnell einschlafen, kuschelt er sich an den Roboter. Somnox simuliert einen menschlichen Atemrhythmus, der vom Schläfer übernommen werden soll. Dazu spielt der Roboter Geräusche ab, etwa einen Herzschlag oder Schlaflieder.

Die Geräusche lassen sich per App für Android- und Apple-Smartphones einstellen.

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Einfach abheben

Volocopter

Quelle: Screenshot/Volocopter

Kennen Sie das? Sie sind der Chef eines weltweit bekannten Chip-Herstellers und haben momentan mit einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in fast allen aktuellen Prozessoren zu kämpfen? Und irgendwie möchten Sie auch abheben und mit all dem nichts mehr zu tun haben? Wenn Sie nun kräftig nicken, dann sind Sie wohl Brian Krzanich, der Chef von Intel. Auf der CES hat er den Volocopter vorgestellt, eine Drohne, die Passagiere befördern soll. Ein fliegendes Auto sozusagen, das aber eher wie ein Helikopter aussieht.

Dahinter steckt eine deutsche Firma, die ebenfalls Volocopter heißt. Der Volocopter 2X hat 18 Rotoren, läuft elektrisch und lässt sich mit einem Joystick steuern. Zwei Passagiere finden im Inneren Platz und können mit der Drohne 27 Minuten lang mit 50 km/h durch die Luft fliegen. 2016 erhielt das Gerät eine vorläufige Verkehrszulassung durch die deutsche Luftfahrtbehörde, nächstes Jahr soll es auf den Markt kommen.

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Der Controller für die Füße

3DRudder

Quelle: 3DRudder

Wer sich in einem Videospiel bewegen möchte, nutzt entweder einen Controller oder die Tasten WASD auf der Computertastatur. Doch das ist sowas von 2017. Die neue Spiele-Realität ist virtuell oder mindestens augmented. Wer den echten Kopf samt Virtual-Reality-Brille dreht, bewegt ihn gleichzeitig im virtuellen Raum. Aber warum soll das nur mit dem Kopf funktionieren? Die französische Firma 3D-Rudder hat auf der CES einen gleichnamigen Controller für die Füße vorgestellt.

Der Spieler muss dafür sitzen und seine Füße auf eine kleine Scheibe stellen, die in alle Richtungen gekippt werden kann. Lehnt der Spieler die Füße nach vorne, bewegt sich auch die Figur im Spiel nach vorne. Toll. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis jedes Körperteil seine eigene Steuerung erhält und Spieler etwa Super Mario mit den Ellbogen bewegen können.

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Der intelligente Wasserhahn

Delta Faucet

Quelle: Delta

Welche Geräte sind eigentlich noch nicht vernetzt, kommen ohne Internet und App-Steuerung? Nun, den Wasserhahn können Sie von dieser Liste streichen. Die Hähne der amerikanischen Firma Delta lassen sich per Wlan mit dem Internet verbinden, sie messen, wie viel Wasser durch sie hindurchläuft und können es erwärmen.

Im Rahmen der CES hat Delta angekündigt, dass ihre Wasserhähne in Zukunft auch mit der Alexa-Sprachsteuerung funktionieren sollen.

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Eine Roboter-Ente für Krebspatienten

Aflac Roboterente

Quelle: Screenshot/Aflac

Seit knapp 20 Jahren hat die amerikanische Versicherungsfirma Aflac eine Ente als Maskottchen. Auf der CES gibt es nun eine Roboter-Version der Firmenente und sie ist mehr als nur ein Werbegag. Die Ente soll Kinder mit Krebs trösten und ihnen helfen, ihre Gefühle zu äußern.

Passend zur Ente gibt es kleine Smiley-Buttons: Fröhlich, wütend, traurig und mehr. Hält das Kind nun einen Button an die Ente, übernimmt sie das Gefühl des Smileys. Beispielsweise senkt die Ente den Kopf und seufzt, oder tanzt zur Musik. Selbst eine Chemotherapie soll die Ente durchmachen können, indem sie an einen Spielzeug-Tropf angeschlossen wird. So soll sich das Kind mit der Krankheit nicht alleine fühlen. Der Roboter reagiert auch auf Streicheleinheiten und ist unter den Flügeln kitzelig.

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Gerüche auf Knopfdruck

Moodo

Quelle: Moodo

200 000 Dollar hat das Projekt Moodo auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eingesammelt. Und im Gegensatz zu vielen anderen Nutzerfinanzierten Gadgets scheint daraus ein echtes Produkt zu werden.

Moodo ist eine kleine Box der israelischen Firma Agan Aroma, in die der Nutzer vier Kapseln mit verschiedenen Gerüchen legen kann, etwa Lavendel, Omas Vanille oder Mitternachts-Nervenkitzel - wie auch immer das riecht. Über eine App kann der Nutzer die Gerüche kombinieren und den eigenen Vorlieben anpassen. Ist aber eine Kapsel leer, muss er sie für 29 Dollar nachbestellen.

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Wäsche, mehr oder weniger, automatisch falten

Foldimate

Quelle: Foldimate

Diese Maschine sieht aus wie ein riesiger Bürodrucker, kann aber Wäsche automatisch falten. Der Foldi-Mate soll 40 Kleidungsstücke in vier Minuten schaffen, behauptet die gleichnamige Firma aus den USA. Wirklich komfortabel scheint das Ganze aber nicht zu funktionieren: Der Nutzer muss die Wäschestücke einzeln oben einspannen und kann dann am Ende einen sauber gefalteten Klamottenstapel aus der Maschine nehmen. Wer einfach nur seinen aufgetürmten Kleidungsberg in ein Gerät werfen will, ist hier an der falschen Adresse.

Der Foldi-Mate kann mit Hemden, Shirts, Blusen, Hosen, Handtücher und Kissenbezügen umgehen. Wer allerdings Babykleidung, Socken, Unterwäsche, Bettbezüge oder Pullis im Schrank hat, muss noch seine eigenen zwei Hände bemühen und diese Klamotten selber zusammenlegen.

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Wenn der Spiegel antwortet

Hi Mirror

Quelle: Screenshot/Hi Mirror

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den intelligentesten Spiegel im Land? Wenn der Spiegel antwortet, dann könnte es der Hi-Mirror sein. Die Tech-Firmen auf der CES wollen unbedingt, dass die Menschen mehr mit ihren Badezimmer-Geräten sprechen und der Hi-Mirror ist da keine Ausnahme: Der Spiegel kommt mit der Alexa-Sprachsteuerung von Amazon und analysiert das Gesicht des Nutzers. Er soll Augenringe oder Falten erkennen und gibt anschließend Tipps, etwa dass man mehr schlafen sollte.

Hergestellt wird der intelligente Spiegel von der Firma Cal-Comp Big Data und er bietet neben der Gesichtsanalyse auch ein Entertainment-Center an. Er kann Nachrichten, den Wetterbericht oder Make-up-Anleitungen anzeigen sowie Musik abspielen. Wer den Barcode von Pflegeprodukten davor hält, wird außerdem daran erinnert, wann man sie wegwerfen sollte.

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Der intelligente Napf

Catspad

Quelle: Catspad

Auch Haustiere bleiben nicht von der smarten Revolution verschont. Für den technikaffinen Fifi können Wasser und Futter aus dem Catspad kommen, einem intelligenten Fütterungssystem aus Frankreich, das sich per App steuern lässt. Es füllt die Näpfe automatisch und erkennt sogar einzelne Tiere. Catspad bemerkt es, wenn der kleine Hund vorbeikommt und nicht die Katze. So kann das Gerät eine individuelle Futtermenge ausgeben, je nach Voreinstellung. Das System erkennt das Tier an einem speziellen Halsband oder an einem bereits eingesetzten Mikrochip.

Futter und Wasser im Catspad reichen etwa einen Monat lang, dann müssen die Spender nachgefüllt werden. Außerdem sammelt das System Informationen über die Haustiere. Es zeichnet auf, welches Tier wann wie viel gefressen hat.

© SZ.de/mri

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