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Finanzierung von Wikileaks:Kein Leck im Geldspeicher

Eines der bestgehüteten Geheimnisse von Wikileaks ist die Finanzierung des Online-Dienstes. Das "Wall Street Journal" versuchte, die Geldströme zu entwirren - und scheiterte.

Das Internetportal Wikileaks versteht sich als Speerspitze des Kampfes um totale Transparenz, sein Gründer Julian Assange predigt von Freiheit durch Information. Doch er selbst scheint auf manche Geheimnisse nicht verzichten zu wollen - und er kann sie auch hüten: Die Finanzierung der Webseite ist eines von ihnen (SZ berichtete).

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Aufklärer und Geheimniskrämer in einer Person: Wikileaks-Gründer Julian Assange.

(Foto: dpa)

Zwischenzeitlich ist Assange unter den Verdacht sexueller Nötigung geraten - eine Anschuldigung, die er als "schmutzige Tricks" des Pentagon zurückweist und die Blogger-Gemeinde in helle Aufruhr versetzt.

An der Entwirrung der komplexen Geldströme hat sich auch das Wall Street Journal versucht. Gelungen ist das den Reportern der US-Zeitung nicht; was bleibt ist ein undurchsichtiges System voller Unstimmigkeiten.

Genannt werden in dem Text einander widersprechende Einnahmen und Ausgaben, die kaum über das bislang Bekannte hinausgehen - und wieder ist die Rede von der Wau-Holland-Stiftung. Jene Organisation, die dem Chaos-Computer-Club nahe steht und bei der die Geldströme deutscher Spender zusammenfließen, hatte in der Vergangenheit bereits mehr Transparenz angekündigt.

Darüber hinaus allerdings sorgen auch die Recherchen des Wall Street Journal nicht für mehr Klarheit. Die Finanzierung seiner Plattform bleibt somit weiterhin eines der Rätsel, die sich momentan um Julian Assange ranken.

© sueddeutsche.de/leja

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