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Fairphone 2:Das fairste Smartphone der Welt wird schneller und teurer

Fairphone 2

Die zweite Version des Fairphones lässt sich dank Modularbauweise besonders leicht reparieren.

(Foto: Fairphone)
  • Das Fairphone 2 wird zu weitestgehend fairen Bedingungen hergestellt und verzichtet nach Möglichkeit auf sogenannte Blutmetalle.
  • Die erste Version kostete 300 Euro und war schnell ausverkauft.
  • Im Herbst 2015 kommt das zweite Modell. Es ist technisch generalüberholt, modular aufgebaut und deutlich teurer als sein Vorgänger.

Mit dem Fairphone 2 gehen die Macher noch einen Schritt weiter als beim ersten Modell. Es soll besonders leicht zu reparieren sein; ohne viel technisches Wissen sollen sich defekte Komponenten austauschen lassen. Dazu wurde eine Art Modulbauweise entwickelt. Jedes Modul ist für eine bestimmte Funktion zuständig. Mit einem Schraubendreher sollen sich die einzelnen Komponenten einfach austauschen lassen.

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Alle Module sind mit unterschiedlichen farblich markierten Schrauben fixiert, damit der Gerätebesitzer eine defekte Komponente ersetzen kann. Der Hersteller verspricht, dass sich der Touchscreen in weniger als einer Minute erneuern lässt. Dazu müssen der Akkudeckel und der Akku entnommen werden. Dann müssen nur noch zwei Halterungen gelöst werden, damit das Display entnommen werden kann.

Nutzer sollen das Gerät bei Defekten nicht sofort entsorgen

Das Ziel der Macher ist, dass Besitzer eines Fairphone 2 das Gerät möglichst lange behalten und nicht gleich entsorgen, wenn es defekt ist. Die jetzt bekanntgewordene technische Ausstattung lässt das durchaus möglich erscheinen, es ist passabel ausgestattet. Das Gerät hat einen 5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und wird mittels Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Beschädigungen geschützt.

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Als Prozessor kommt der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 von Qualcomm zum Einsatz. Die Macher haben sich bewusst gegen Mediatek und für Qualcomm entschieden. Mediatek gibt nur so viel Code frei, wie das Unternehmen unbedingt muss. Somit konnte nie ein Update des Betriebssystems erscheinen, so dass das erste Modell noch mit Android 4.2.2 läuft. Im neuen Modell stecken 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Flash-Speicher und es gibt einen Steckplatz für Speicherkarten.

Austauschbarer Akku und zwei SIM-Karten-Steckplätze

Auf der Gehäuserückseite ist eine 8-Megapixel-Kamera untergebracht, zur Auflösung der Front-Kamera liegen noch keine Daten vor. Das Smartphone beherrscht LTE und wird mit zwei SIM-Karten-Steckplätzen ausgerüstet sein. Zudem gibt es WLAN nach 802.11 b/g/n/ac sowie Bluetooth 4.0 LE und einen GPS-Empfänger.

Der austauschbare Akku hat eine Kapazität von 2.420 mAh, weitere technische Daten werden erst später bekanntgegeben. Das Smartphone soll dann mit Android 5.1 alias Lollipop auf den Markt kommen, also der derzeit aktuellen Android-Version. NFC-Technik hat das Fairphone 2 nicht, aber die Macher haben einen Erweiterungsport implementiert, so dass sich solche Technik nachrüsten lässt.

Das Fairphone 2 wird teurer - deutlich

Im Sommer sollen die Vorbestellungen für das Fairphone 2 beginnen, ausgeliefert wird es dann im Herbst 2015. Als Preis gibt der Hersteller 525 Euro an, zunächst wird es nur in Europa verkauft. Damit ist es deutlich teurer als das erste Modell, das für etwas mehr als 300 Euro verkauft wurde. Das erste Fairphone wurde in zwei Chargen produziert und war recht zügig ausverkauft.

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Das Fairphone wird weitgehend zu fairen Bedingungen hergestellt, soll also vor allem so weit wie möglich auf sogenannte Blutmetalle verzichten. Fast alle der im Fairphone verarbeiteten Rohstoffe stammen aus Minen, deren Erträge nachweislich nicht aus konfliktbelasteten Gegenden kommen. Das Projekt setzt damit auf Nachhaltigkeit sowie eine sozial- und umweltverträgliche Herstellung - Fair Trade für Smartphones.

Erschienen bei golem.de