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Abmahnungen wegen illegaler Downloads:Seriöse Alternativen suchen

Zudem sei es wichtig, sich und seinen Nachwuchs über seriöse Alternativen zu informieren, rät der Experte. Das sind zum einen kostenpflichtige Online-Shops wie iTunes, Amazon oder Musicload. Zum anderen gibt es Musik, Videos oder Software, die Nutzer legal kostenlos herunterladen können: zum Beispiel Inhalte mit der nutzerfreundlichen Creative-Commons-Lizenz (CC).

"CC-Werke finden sich millionenfach im Netz und sind schnell auffindbar - man erkennt sie am eindeutigen Texthinweis oder Logo", sagt Philipp Otto vom Portal irights.info, das über Urheberrechtsfragen aufklären will. Allein beim Anbieter soundclick.com stehen mehr als eine halbe Million Songs online.

Oft erlauben die Lizenzen nicht nur das Herunterladen, sondern auch die Vervielfältigung und Veränderung der Inhalte. Ein weiteres Plus: Die Nutzungsbedingungen sind unkompliziert. Nur einhalten muss man sie: "Ansonsten kann es sein, dass auch hier Urheberrechte verletzt werden", bemerkt Otto. Ein Manko hat die freie Musik: Charts-Titel sind kaum dabei.

Auch legale Streamingdienste sind eine Alternative. Auf simfy.de, last.fm, oder deezer.com beispielsweise können Nutzer kostenlos Musik von bekannten Künstlern anhören. Generell sollten Nutzer immer auf einzelne Vertrags- und Nutzungsbedingungen wie Gebühren und Laufzeiten achten, rät Otto.

Wlan-Netzwerk immer verschlüsseln

Post vom Anwalt bekommen oft auch Personen, deren WLAN-Anschlüsse von Dritten missbraucht wurden - etwa weil ihr Zugang schlecht oder gar nicht geschützt war. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) aus dem vergangenen Jahr haften die Inhaber von ungesicherten Wlan-Zugängen, wenn Fremde darüber illegal Dateien abrufen.

Nutzer sollten deshalb immer ihr Wlan verschlüsseln. Ist der Router bereits von Haus aus mit einer Verschlüsselung ausgeliefert, sollte man trotzdem in den Einstellungen ein eigenes Passwort wählen. Grundsätzlich sollten User den aktuellen Verschlüsselungsstandard WPA2-PSK verwenden und ein sicheres Passwort wählen, sagt Tim Griese, Sprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn.