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Uni-Präsident:Wende im Fall Göttingen

Hochschulpräsident Sascha Spoun bleibt nach Kritik an seiner Wahl zum neuen Präsidenten der Universität Göttingen nun doch in Lüneburg. Er stehe für das Amt an der Göttinger Georg-August-Universität nicht mehr zur Verfügung, teilte die Leuphana Universität Lüneburg am vergangenen Mittwoch mit. Spoun, 50, bleibe Präsident der Leuphana, wo er bereits für eine dritte Amtszeit bis 2028 wiedergewählt worden war. Gegen die Wahl des Wirtschaftswissenschaftlers in Göttingen und das aus formalrechtlichen Gründen umstrittene Verfahren hatte es Widerstand aus der dortigen Professorenschaft gegeben. Zudem zogen zwei unterlegene Bewerber vor Gericht. Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Wilhelm Krull, reagierte auf die gescheiterte Berufung Spouns am Donnerstag mit seinem Rücktritt. Träger der Universität Göttingen ist eine Stiftung öffentlichen Rechts.