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Schule:Digitalpakt startet

Die Milliarden zur Digitalisierung der Schulen können fließen: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) unterschrieb am 16. Mai in Berlin die dafür notwendige Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern. Damit trat der "Digitalpakt Schule" am 17. Mai in Kraft. Die Schulen in Deutschland können in den nächsten Jahren mehr als fünf Milliarden Euro abrufen, um schuleigenes WLAN aufzubauen, interaktive Tafeln anzuschaffen oder auch Tablets zu kaufen. Das Geld ist auch zur Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern gedacht, damit sie die neuen digitalen Unterrichtsmittel nutzen können. Kritik kam von der FDP. Es sei zwar gut, dass der Digitalpakt komme, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Suding. Doch die Schulen bräuchten auch Geld für Lernsoftware, IT-Administratoren und klare Regeln zum Datenschutz. "Ohne diese Maßnahmen finanziert der Bund Technik im Wert von fünf Milliarden Euro, die aber veraltet ist, bevor sie sinnvoll eingesetzt werden konnte." Die Grünen forderten, der Digitalpakt dürfe nur der erste Schritt für mehr Kooperation in der Bildung sein. Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Margit Stumpp, sagte, sie erwarte von der Bundesregierung, "dass sie die neuen Möglichkeiten des Grundgesetzes nutzt und sich stärker an der Finanzierung der Bildung beteiligt". Konkret forderte Stumpp unter anderem ein Aufholprogramm für Schulen in benachteiligten Quartieren und Regionen.