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Sexuelle Nötigung von Minderjährigen:Student gesteht Missbrauch via Webcam

Sie seien "leichter manipulierbar": In Internet-Chats soll ein Student sich absichtlich minderjährige Mädchen ausgesucht und diese unter Drohungen sexuell genötigt haben - vor laufender Kamera.

Er soll mehrere Mädchen via Webcam sexuell genötigt haben: Ein 25-Jähriger hat vor dem Landesgericht Kempten die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern über Online-Dienste und soziale Netzwerke gestanden.

Zu rund 70 Mädchen soll der Student aus Isny in Baden-Württemberg im Jahr 2011 und 2012 über Internet-Chats Kontakt aufgenommen. Vor laufender Kamera soll sich der Angeklagte einigen der Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren nackt gezeigt und vor ihnen sexuelle Handlungen an sich vorgenommen haben.

Durch massive Drohungen brachte er einzelne Mädchen dazu, das gleiche bei sich zu tun. Andernfalls, so sagte er laut Anklage, werde er bereits gemachte Bilder von den Mädchen an deren Bekannte weiterleiten. In mehreren Fällen soll der Student diese Drohung wahr gemacht haben.

Wie der Verteidiger zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht Kempten sagte, suchte sich der 25-Jährige bewusst Kinder aus, weil diese leichter manipulierbar seien.

© Süddeutsche.de/dpa/ebri
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