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Nach Rauswurf:SPD gibt in Streit mit Ex-Sprecher nach

Zunächst hatte es geheißen, es gehe um strafrechtlich relevante Vorwürfe. Nun ist sich die SPD offenbar mit ihrem Ex-Sprecher Tschung einig. Monate nach seinem Rauswurf zieht die SPD den Vorwurf zurück, der Journalist habe die Partei geschädigt.

Die Bayern-SPD hat den Streit mit ihrem gefeuerten Ex-Sprecher Gregor Tschung beigelegt - und zieht den Vorwurf zurück, der Journalist habe die Partei geschädigt oder gegen das Strafgesetz verstoßen. Das teilten Tschung und der SPD-Personalratsvorsitzende Thomas Goger am Mittwoch mit.

Die SPD bedankte sich nun sogar bei Tschung für "dessen Verdienste als Pressereferent der Bayern-SPD und Pressesprecher des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2013 Christian Ude". Die SPD wünsche ihm weiterhin "sowohl beruflich als auch privat viel Erfolg und alles Gute".

Zunächst war davon die Rede gewesen, Tschung habe unkorrekte Spesenabrechnungen vorgelegt. Es hatte auch Spekulationen gegeben, er habe aus Sicht der Partei zu viel Einfluss auf Ude.

SPD-Landeschef Florian Pronold hatte Tschung im Juli 2012 gefeuert und erklärt, es gehe um strafrechtlich relevante Vorwürfe. Tschung hatte seinen Ex-Arbeitgeber daraufhin vor dem Arbeitsgericht verklagt. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht war im Oktober gescheitert, doch nun haben beide Seiten laut Pressemitteilung eine "einvernehmliche Einigung" erzielt.

Ob Tschung eine Abfindung erhält, teilten beide Seiten nicht mit. "Weitergehende öffentliche Äußerungen" werde es nicht geben, hieß es.

© SZ/dpa/afis
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