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Mautgipfel zum "Pickerlstreit":Österreich will auf Inntalautobahn kontrollieren

Maut-Vignetten auf einer Windschutzscheibe

An einer Windschutzscheibe kleben mehrere Autobahnvignetten aus Österreich und der Schweiz (Archivbild).

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Jahreland hat Österreich die Vignettenpflicht auf der Inntalautobahn nicht kontrolliert. Zum Schrecken der Nachbarn aus Bayern und Tirol soll sich das künftig ändern, sie drohen mit Blockade. Ein Mautgipfel soll nun das Schlimmste verhindern.

Im "Pickerlstreit" mit Österreich über die Kontrollen auf der Inntalautobahn soll ein Mautgipfel Klarheit schaffen. Dazu treffen sich an diesem Freitag in Kufstein Vertreter der Bundesregierung aus Wien, der Tiroler Landesregierung und Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU).

Bayern und Tirol wollen erreichen, dass Österreich die Kontrollen der Vignettenpflicht auf der A12 zwischen der Landesgrenze und der Anschlussstelle Kufstein-Süd bis mindestens Ende 2014 aussetzt. Bis dahin soll ein Konzept erarbeitet werden, um die Gemeinden entlang der Autobahn vor Ausweichverkehr zu schützen.

Doch die österreichische Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) hat wiederholt zu erkennen gegeben, dass sie in dem Streit hart bleiben will. Seit Einführung der Maut 1997 hatte Österreich auf dem sechs Kilometer langen Teilstück auf Mautkontrollen verzichtet. Davon profitierten vor allem Ausflügler und Wintersportler aus Bayern auf ihrem Weg in die Tiroler Skigebiete.

Die Autobahnanrainer befürchten nun, dass sich der Verkehr künftig durch ihre Dörfer wälzt. Gibt die österreichische Regierung nicht nach, wollen Bürger aus Bayern und Tirol die Autobahn am Sonntag stundenlang blockieren.