Lindenberg:Ein Mensch stirbt bei Brand in Klinik

Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in Schwaben ist ein Mensch gestorben und sieben wurden teils schwer verletzt. Der Brand war am Dienstag gegen 21.25 Uhr im dritten Stock der Rotkreuzklinik in Lindenberg (Landkreis Lindau) aus zunächst unbekanntem Grund ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte aus dem Patientenzimmer einen Menschen nur noch tot bergen. Das Opfer war zunächst nicht identifiziert. Zudem gab es vier schwer und drei leichter Verletzte. Unter den Schwerverletzten war auch ein Feuerwehrmann. Ein Schwerverletzter wurde mit dem Hubschrauber in eine Münchner Spezialklinik geflogen. Am Mittwoch nahmen Brandfahnder der Kripo und ein Gutachter die Arbeit auf, um die Ursache des Brandes zu finden. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest. In der Nacht hatte die Feuerwehr mit mehr als 100 Einsatzkräften gegen die Flammen gekämpft. Das Krankenhaus wurde geräumt, etwa 130 Patienten mussten das Haus verlassen. Gegen 2.30 Uhr konnten die Kranken wieder auf die andere Stationen gebracht werden.

Nach Angaben des Krankenhauses wurde nur eine Station bei dem Brand beschädigt, so dass die Arbeit nicht beeinträchtigt ist. "Alle Behandlungs-, Operations- und Funktionsräume sind intakt", teilte die Klinik mit. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte nach dem Brand erneut, dass gesetzlich vorgeschrieben wird, alle Krankenhäuser und Pflegeheime mit Sprinkleranlagen in den Zimmern auszustatten. "So etwas ist für Möbelhäuser und Lagerhallen heute schon längst Standard", sagte ein Sprecher. In Kliniken fehle hingegen häufig ein optimaler Brandschutz. In Lindenberg war zunächst keine Auskunft zu erhalten, ob das Haus über ein automatisches Löschsystem verfügt.

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