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Kooperation mit Stuttgart:Gemeinsam gegen Einbrecherbanden

Bayern und Baden-Württemberg wollen gemeinsam Jagd auf Einbrecherbanden machen. Mit einem Sieben-Punkte-Programm wollen die Nachbarländer mehr Einbrechern das Handwerk legen. "Der Süden soll ein gefährliches Pflaster für Einbrecher sein", kündigte Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Freitag in Stuttgart an. Bei der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung sprach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) von einer "Kampfansage" vor allem an "kriminelle Einbrecherprofis" aus Osteuropa. In Süddeutschland sind die Einbruchszahlen in den vergangenen Jahren dramatisch nach oben gegangen, mit teils zweistelligen Zuwachsraten. Zwar konnte Gall einen merklichen Rückgang der Zahlen im ersten Halbjahr 2015 verkünden, dennoch gelte es, alle Kräfte zu bündeln. Den Ruf als sicherste Bundesländer wolle man sich nicht nehmen lassen, der Süden sei kein Einbrecherparadies. "Das Risiko, erwischt zu werden, steigt für Einbrecher im Süden Deutschlands deutlich", versicherte Gall.

Das Programm sieht vor allem den täglichen Abgleich von Ermittlungsdaten über verdächtige Personen oder Fahrzeuge vor. Schneller und effektiver wolle man gemeinsam Tatzusammenhänge, Reisewege, Absatzmärkte und Bandenstrukturen rekonstruieren, kündigte Herrmann an. Auch die Auswertung etwa von Schuh- oder Werkzeugspuren soll verbessert werden. Gemeinsam wollen die Südländer zudem Schwerpunktkontrollen etwa an den Autobahnen machen. Erst im März seien in Bayern bei einem Schwerpunkteinsatz 7700 Personen und 5600 Fahrzeuge kontrolliert worden. Immerhin in 30 Fällen klickten die Handschellen, wie Herrmann berichtete.