Kaufbeuren Festnahme nach tödlicher Schlägerei

Ein Mann stirbt nach einer Schlägerei an seinen Verletzungen. Einen Tag später nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest - gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt. Der Mann aus Thüringen ist der Polizei wegen rechtsmotivierter Taten bereits bekannt.

Einen Tag nach der tödlichen Schlägerei am Donnerstag in Kaufbeuren hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen in Untersuchungshaft genommen. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt.

Der 36-Jährige wird verdächtigt, einem 34 Jahre alten Mann aus Kaufbeuren einen so heftigen Faustschlag gegen den Kopf versetzt zu haben, dass dieser später an seinen Verletzungen starb.

Nach der Schlägerei, die sich in der Nacht zum Donnerstag hinter einem Festzelt ereignete, waren zwei stark betrunkene Tatverdächtige festgenommen werden. Der mutmaßliche Haupttäter ist der Polizei auch wegen rechtsmotivierter Taten bereits bekannt. Der zweite Mann, ein 22-Jähriger, wurde inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Streit von einer siebenköpfigen Gruppe aus Thüringen ausging. Die Männer sollen zuerst drei Spätaussiedler aus Kaufbeuren mit ausländerfeindlichen Sprüchen provoziert haben. Als der Streit eskalierte und die Männer aufeinander losgingen, gab es mehrere Leichtverletzte.

Eine unbeteiligte Gruppe von fünf Männern - darunter auch das spätere Opfer - soll den Angaben zufolge "aus bloßem Interesse" den Security-Kräften zum Tatort gefolgt sein. Völlig unvermittelt soll der mutmaßliche Haupttäter dabei dem zufällig anwesenden Opfer einen Fausthieb versetzt haben. Der Mann ging sofort zu Boden und musste noch vor Ort reanimiert werden - wenig später starb er. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.