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Jugend als Zielgruppe:Tiktok-Kanal für das Verkehrsministerium

Über die Video-App Tiktok will Bayerns Verkehrsministerium mehr junge Menschen erreichen. "Mir ist es ein großes Anliegen, auch junge Menschen für unsere spannenden Themen und Geschichten zu begeistern. Dazu müssen wir dorthin, wo sich diese Generation aufhält", sagte Ministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Mittwoch in München. Das erste Video zeigt Schreyer im Innenhof des Ministeriums und wurde mit einer Drohne aufgenommen. Das Video solle "Türöffner" sein, um auf den neuen Account des Ministeriums aufmerksam zu machen, sagte Schreyer. Ihr Haus sei das erste Ministerium, das nun neben Facebook, Twitter und Instagram auch auf Tiktok aktiv sei. Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance und ist nicht unumstritten. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die App jüngst als Sicherheitsrisiko, weil chinesische Behörden darüber an Daten von US-Bürgern kommen könnten. Er legte mit zwei Erlassen die Basis für das Aus von Tiktok in den USA. Allerdings zweifelte ein Richter an der rechtlichen Grundlage für die Sanktionen und stoppte die Sperre per einstweiliger Verfügung. Für Schreyer ist es wichtig, dass bei aller Kritik auch seriöse Inhalte bei Tiktok zur Verfügung gestellt werden. "Wir können nicht kritisieren, dass es hier an Information und Aufklärung fehlt und uns dann gleichzeitig selbst raushalten", sagte sie.

© SZ vom 01.10.2020 / dpa

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