Innerparteilicher Streit Regensburg

Regensburg

Lange Zeit war es ein parteiinternes Ringen um die Macht in Regensburg. Auf der einen Seite die CSU-Fraktion um Christian Schlegl und letztlich auch Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Auf der anderen Seite der Kreisverband, in dem sich junge Parteigänger sammeln und solche, die sich von dem dominanten OB nicht ernst genommen fühlen. In diesem Jahr hat diese Gruppe endgültig die Mehrheit in den Parteigremien erobert - und als Reaktion hat das Schaidinger-Lager ein Auffangbecken außerhalb der CSU gegründet, den Verein "Bürger für Regensburg".

Ausdrücklich offen für alle Parteien will man sein und über die Stadtpolitik diskutieren. Aber letztlich ist klar, hier versammeln sich die Mitglieder, die vom CSU-Kreisverband "ausgeschlossen oder ausgebremst" wurden, wie es Schaidinger formuliert. Durchaus möglich ist es also, dass bei der Kommunalwahl 2014 das CSU-Schwergewicht Schaidinger als Stadtrat gegen seine eigene Partei kandidiert.