Grenze zu Österreich Sprengstoffverdacht löst Großeinsatz auf Autobahn aus

  • Die Polizei hat in einem Auto an der österreichischen Grenze zu Deutschland "sprengstoffähnliche Gegenstände" entdeckt.
  • Die Autobahn wurde wegen des Einsatzes eines Sprengstoffkommandos für mehrere Stunden gesperrt.
  • Der Fahrer des Wagens wollte offenbar zudem drei Afrikaner über die Grenze schleusen.

"Sprengstoffähnliche Gegenstände" in einem Auto haben in der Nacht zum Freitag auf der Autobahn 93 nahe dem oberbayerischen Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Eine Streife hatte bei einer Einreisekontrolle vier Personen mit der verdächtigen Ladung entdeckt, teilten Polizei, Bundespolizei und Landeskriminalamt mit. Außerdem waren in dem Wagen Hieb- und Stoßwaffen sowie Betäubungsmittel versteckt.

Daraufhin wurde die Autobahn in beiden Richtungen zwischen Kufstein Nord sowie auf deutscher Seite von Kiefersfelden an umgeleitet, die Rastanlagen Inntal Ost und Inntal West wurden geräumt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes und ein Großaufgebot an Sicherheitskräften waren im Einsatz.

Eine fertige Sprengvorrichtung habe man in dem Auto nicht gefunden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Es bestand keine Explosionsgefahr. Die einzelnen Teile, die in dem Wagen sichergestellt wurden, werden nun kriminaltechnisch in München untersucht.

Die Bundespolizei hat den polnischen Fahrer festgenommen, der zudem in seinem Auto offenbar drei Afrikaner über die Grenze bringen wollte. Das bayerische Landeskriminalamt hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen zu den sprengstoffverdächtigen Gegenständen aufgenommen.