Erlangen: Materialtests für die Bundeswehr

Die Kompetenz der Universität Erlangen-Nürnberg in der Materialforschung nutzt neben Industriepartnern auch das Bundesverteidigungsministerium. Die Erlanger sind führend bei der Prüfung von modernen Verbundwerkstoffen mit Hilfe von Kurzwellen. Damit lassen sich zum Beispiel winzige Risse in Windkraft- oder Flugzeugflügeln finden. Auch die Bundeswehr verwendet die neuen Materialien für ihre Fahrzeuge, daher das Interesse an der Prüfung. Der Vertrag mit dem Verteidigungsministerium läuft über drei Jahre und finanziert eine Mitarbeiterstelle. Professor Lorenz-Peter Schmidt sagt, dieses Projekt sei ethisch vertretbar, weil es so vielseitig sei. Reine Rüstungsforschung würde er nicht machen: "Darauf sind wir zum Glück nicht angewiesen, es gibt genug andere Förderlinien." Die Forschungsergebnisse würden selbstverständlich veröffentlicht.

9. Dezember 2013, 10:482013-12-09 10:48:12 © Süddeutsche.de/infu