Der Ökonom Moritz Schularick kritisiert Verteidigungsminister Boris Pistorius scharf. Für die Modernisierung der Bundeswehr müsse gezielt in Waffensysteme der Zukunft investiert werden – und nicht in alte Kriegstechnik wie Panzer und Kampfjets.
Wirtschaft in Bayern
:Branchen, die der Krise trotzen
Entlassungen, Sparpläne, allgemeine Unsicherheit: Bayerns Wirtschaft findet nicht recht aus der Krise. Doch manche Zweige verzeichnen einen gegenläufigen Trend – und suchen sogar Personal. Ein Streifzug.
Landeskriminalamt
:Münchner Rüstungsbetrieb ausgekundschaftet – erneut mutmaßlicher Spion festgenommen
Ein 33-jähriger Ukrainer wurde in Thüringen verhaftet. Er soll einen Münchner Rüstungsbetrieb ausspioniert haben.
Bundesregierung
:Ukraine-Hilfe als „Blackbox“
Deutschland unterstützt die Ukraine dieses Jahr militärisch mit rund 11,5 Milliarden Euro. Wofür Kiew das Geld genau bekommt, entzieht sich immer mehr der politischen Kontrolle.
Rüstungsausgaben
:Das Verteidigungsministerium verteidigt sich gegen Kritik
Die Bundeswehr wird massiv aufgerüstet. Doch wird zu viel in Panzer und zu wenig in Innovation investiert? Minister Pistorius nimmt nun ausführlich zu den Vorwürfen Stellung.
Aufrüstung der Bundeswehr
:700 Milliarden. Für „Altmetall“?
Nie hatte die Bundeswehr so viel Geld – und nie war die Frage drängender, ob sie es richtig ausgibt. Ein Besuch in der Ukraine zeigt, wie weit Deutschland der modernen Kriegsführung hinterherhinkt.
Pulverwerk in Aschau am Inn
:„Die Nato ist nicht kampffähig ohne dieses Werk“
Die Rheinmetall-Tochter Nitrochemie möchte den Standort im oberbayerischen Aschau zur größten und modernsten Pulverfabrik Europas ausbauen. Ministerpräsident Söder sagt beim Spatenstich zur Werkserweiterung: „Da lassen wir es krachen.“
Verteidigung
:Funklöcher bei der Bundeswehr
Funksprüche kommen schwer verständlich an, Tests scheitern, der Zeitplan wackelt: Das Digitalisierungsprojekt D-LBO sollte die Bundeswehr kriegstüchtig machen. Aber bislang macht es vor allem Probleme.
Drohnen, Agenten, Anschläge
:Hat Putins hybrider Krieg München erreicht?
Dutzende Flugobjekte werden über Rüstungsfirmen, Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet, Polizeistationen attackiert, Brandanschläge gegen die kritische Infrastruktur verübt: Steht München im Visier von russischen Agenten? Eine Chronologie verdächtiger Vorfälle.
Deutsch-französische Rüstung
:Wie der gescheiterte Kampfjet ausgeschlachtet wird
Deutschland und Frankreich sowie beteiligte Firmen investierten 3,2 Milliarden Euro, nun rangeln die Beteiligten, wer wie viel vom Erbe nutzen darf. Und beide Länder sind auf der Suche nach neuen Partnern.
Kosten für Rüstung
:Die Industrie im Gefangenendilemma
Europa investiert Milliarden, um sich gegen Russland verteidigen zu können. Das könnte allerdings an fehlenden kritischen Rohstoffen scheitern, denn die kommen immer noch zum größten Teil aus China.
MeinungDeutsch-französische Beziehungen
:In Berlin wird man bedauern, Projekte mit Macron nicht vorangetrieben zu haben
Beim Deutsch-französischen Ministerrat gab es eine große symbolische Geste, aber wenig Konkretes zur Fortsetzung der gemeinsamen Rüstungsprojekte. Das dürfte sich rächen.
Polizei
:Rüstungsfirma KNDS mit Drohne ausspioniert? Mann in München festgenommen
Über dem Gelände des Panzerbauers wird eine Drohne gesichtet. Wenig später greifen Polizisten einen 37-Jährigen auf.
Deutsch-französische Beziehungen
:Engere Zusammenarbeit bei atomarer Abschreckung
Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron möchten die Kooperation in Fragen der Sicherheit und der Wirtschaft stärken. Sie geben sich Mühe, der angespannten Beziehung beider Länder neuen Schwung zu geben.
Deutsch-französische Beziehungen
:Retten, was zu retten ist
Wenn am Freitag der deutsch-französische Ministerrat in Brühl tagt, treffen zwei nervöse Partner aufeinander. Paris misstraut Deutschlands militärischer Stärke, Berlin bangt um Frankreichs politische Zukunft.
Podcast „Auf den Punkt“
:Deutsch-französisches Verhältnis: Außen Einigkeit, innen Krise
Der französische Präsident Macron und Bundeskanzler Merz sprechen diese Woche mehrfach über Rüstung und Verteidigung. Genau in diesen Bereichen läuft es aktuell nicht rund.
Russischer Angriffskrieg
:Europäer schmieden Bündnis zur Raketenabwehr
In Paris kündigt die Koalition der Willigen an, dass die Friedenstruppe für die Ukraine einsatzbereit sei. Deutschland wird Teil eines neuen Verteidigungsbündnisses, das die Kriegserfahrungen Kiews nutzen will.
Rüstungsindustrie
:Drohnenhersteller Helsing wirbt Milliardensumme ein
1,8 Milliarden Dollar, so große Finanzierungsrunden wie nun für Helsing gibt es in der europäischen Start-up-Szene sehr selten. Ein Zeichen für einen größeren Umbruch in der Rüstungsindustrie?
Expansion von Münchner Rüstungsfabrik
:Wie sinnvoll ist es, in einer Millionenstadt Panzer zu bauen?
Die Konzern KNDS will sein Werk im Münchner Norden deutlich vergrößern. Das löst Streit aus. Von Anwohnern, die Angst haben, im Kriegsfall zum Ziel zu werden – und einem grünen OB, der die Aufrüstung verteidigt.
Protest
:Demo gegen Rüstungsexporte - Thunberg unter den Teilnehmern
Zuletzt gab es immer wieder Protestaktionen gegen Rheinmetall. Nun demonstrieren Hunderte am Berliner Geländes des Rüstungskonzerns. Auch eine prominente Aktivistin ist dabei.
Deutz
:Motorenbauer wird zum Rüstungskonzern
Deutz ist der weltweit älteste Motorenbauer. Das Kölner Unternehmen will nun vom Rüstungsboom profitieren und kauft einen Hersteller von Schützenpanzern.
ExklusivRüstung
:Bundeswehr geht im Weltraum in die Offensive
Bisher war Deutschland im All nur defensiv unterwegs – das dürfte sich nun ändern. Schon 2027 sollen Testsatelliten ausgesetzt werden, die auch andere Raumflugkörper stören können. Die Politik spricht von „Abschreckung im All“.
Verteidigung
:Bundeswehr beschafft umstrittene Laserwaffen
Zur Drohnenabwehr soll die Marine ein neuartiges Lasersystem bekommen. Aber die Kosten steigen und steigen. Es gäbe günstigere Alternativen, mahnen Haushälter, allerdings nicht aus Deutschland.
Rüstungsboom
:Ein Kanonen-Butter-Dilemma? „Absolut, dieses Dilemma ist da“
Deutschland investiert Hunderte Milliarden Euro in die Verteidigung und hofft auch auf wirtschaftliche Chancen. Geht die Rechnung auf? Und fehlt nun Geld an anderer Stelle? Ein Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Matthias Fifka.
Treffen in Ankara
:Mette Frederiksen zu Trumps Grönland-Forderung: „Werden das Königreich Dänemark verteidigen“
Die Europäer wollen einen harmonischen Nato-Gipfel in Ankara, bei dem der US-Präsident sieht, wie viel Geld sie inzwischen in ihre Verteidigung investieren. Dann aber flammt der Grönland-Streit wieder auf.
Kabinett
:Bayern schickt Kleinsatelliten ins Weltall
Die in Würzburg gebauten Raumflugkörper sollen dem Freistaat künftig eigene Aufnahmen liefern, zum Nutzen etwa der Landwirtschaft. Ministerpräsident Söder sieht Technologiepolitik als „Basis von allem anderen“.
Nato-Gipfel
:Eine frohe Kunde aus Kanada
Die Rüstungsfirma TKMS aus Kiel ist der weltweit größte Hersteller von konventionell betriebenen U-Booten – und erhält nun den bisher größten Auftrag. Warum dies nicht nur für Deutschland ein Erfolg ist.
MeinungRüstungsindustrie
:So sieht kluge Industriepolitik aus
Dass TKMS einen Milliardenauftrag von Kanada erhalten hat, ist mehr als nur ein Milliardengeschäft. Es ist ein hoffnungsvolles Symbol für die neue Allianz der Mittelmächte.
Deutschland
:Vom Arbeiterführer zum U-Boot-Verkäufer
Oliver Burkhard hat lange für die IG Metall gearbeitet, ehe er zu Thyssenkrupp und von dort zur Rüstungsfirma TKMS gewechselt ist. So ungewöhnlich wie seine Vita ist auch der Auftrag, den er nun klargemacht hat.
MeinungGemeinsame Rüstungsprojekte
:Deutsche und Franzosen finden einfach nicht zusammen
Der Börsengang des Panzerbauers KNDS ist vorerst gescheitert. Das Desaster zeigt, wie schlecht es um die deutsch-französische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich bestellt ist.
Standort Deutschland
:Aufschwung oder Abgrund
Konzerne wie VW wollen Fabriken schließen, die Zahl der Industriejobs sinkt. Gleichzeitig investieren Unternehmen wie Infineon oder Microsoft Milliarden und die Bundesregierung verspricht Reformen. Wie passt das zusammen?
KNDS
:Der neue Chef der Panzerbauer steht schon mitten im Sturm
Vom Autokonzern in die Rüstung, das hat Florian Hohenwarter vollzogen, ganz im Sinne der Zeitenwende. Nun muss sein Unternehmen den Börsengang verschieben.
Rüstungsindustrie
:Warum der Panzerbauer KNDS seine Börsenpläne absagt
Nach langen Verhandlungen war der Börsengang für Mitte Juli geplant, jetzt hat ihn der Panzerkonzern plötzlich aufgeschoben. Es ist bereits der zweite Reinfall im deutsch-französischen Verteidigungsbereich innerhalb weniger Wochen.
Verteidigungspolitik
:Rutte lobt deutsche Anstrengungen für die Nato
Vor dem Nato-Gipfel in Ankara empfängt die Bundesregierung den Generalsekretär der Allianz – und demonstriert Selbstbewusstsein. Kanzler Merz sieht die Europäer auf Augenhöhe mit den USA.
ExklusivRaumfahrt
:Die Sicherheit Deutschlands wird im Erdorbit verteidigt
Der Rüstungskonzern Rheinmetall arbeitet auch mit Start-ups zusammen, um Milliardenaufträge der Bundeswehr für Space-Projekte zu bekommen. Dabei geht es nicht nur um Radarsatelliten.
Rüstung
:Bund steigt für Milliarden beim Panzerbauer KNDS ein
Deutschland und Frankreich wollen sich mit je 40 Prozent an dem Panzerhersteller beteiligen. Der Bundestag hat das Geschäft gebilligt. Ziel sei Augenhöhe mit Frankreich als Miteigentümer. Kritik von Grünen und Linken.
Rüstungsunternehmen
:Hat Rheinmetall zu viel versprochen?
Nach dem Aus des Fregattenprojekts „F126“ knickt der Aktienkurs von Rheinmetall erst einmal gehörig ein. Der Konzern hatte sicher mit dem Auftrag gerechnet und damit geworben.
Renault
:Kamikazedrohnen aus der Autofabrik
Renault will seine Rüstungsproduktion ausweiten und nun auch sogenannte Kamikazedrohnen herstellen. Die Gewerkschaft CGT spricht von einer „militarisierten Industrie“ – und geht auf die Barrikaden.
MeinungRüstung
:Das Aus für diese Fregatte ist richtig, kommt aber zu spät
Die „F126“ sollten die „größten Kampfschiffe der Marine“ werden, jetzt beendet der Verteidigungsminister das Projekt. Die Hängepartie hat bereits zu viel Geld, Zeit und Vertrauen gekostet.
Rüstung
:Rekord-Kurssturz bei Rheinmetall
Nachdem das Bundesverteidigungsministerium ein Fregattenprogramm wegen höherer Kosten gestoppt hat, verlieren die Aktien des Rüstungskonzerns mehr als 18 Prozent an Wert.
Bundeswehr
:Ende für das größte Rüstungsprojekt der Marine
Verteidigungsminister Pistorius stoppt den Bau von sechs „F126“-Fregatten. Nun sollen kleinere Schiffe vom deutschen Hersteller TKMS gekauft werden.
MeinungPanzerbauer KNDS
:Der große staatliche Einfluss wird Investoren abschrecken
Gut ist, dass sich Deutschland und Frankreich auf den Börsengang von KNDS geeinigt haben. Doch die Länder mischen sich zu sehr in das Unternehmen ein. Und das gegenseitige Vertrauen fehlt.
KNDS
:Deutsch-französischer Panzerbauer will schnell an die Börse
Deutschland und Frankreich haben sich nach langem Hin und Her geeinigt. Nun soll kurzfristig der Börsengang von KNDS durchgezogen werden. Aber es bleiben Fragen.
Monopolkommission
:„In der Rüstungsindustrie darf es nicht zu einem zweiten Google kommen“
Wettbewerbshüter sind beunruhigt, wie freihändig Deutschland gerade Milliarden in Rüstung investiert. Drohen gefährliche Abhängigkeiten?
Rüstungsindustrie
:Deutschland steigt für viel Geld beim Panzerbauer KNDS ein
Nach langem Hin und Her gibt es endlich eine Einigung mit der Eigentümerfamilie. Nun soll die Rüstungsfirma schon bald an die Börse gehen – dabei geht es um Milliarden.
MeinungDigitale Souveränität
:Europa ist den USA ausgeliefert, das darf nicht sein
Rüstung und Hightech: Können sich Europas Führungsnationen Deutschland und Frankreich nach dem Scheitern von Prestigeprojekten noch zusammenraufen? Es gibt Chancen, man muss sie nur nutzen.
Seltene Erden
:Wehrt sich der Westen zu spät gegen Chinas Rohstoffmacht?
Mit der Erklärung von Évian wollen die G7-Staaten Chinas Dominanz bei Seltenen Erden systematisch zurückdrängen. Das Problem: Der Plan soll erst in einigen Jahren greifen. Peking hingegen baut seine Rohstoffmacht schon jetzt weiter aus.
Iran
:Für Trump kommt der schwierige Teil erst jetzt
Am Freitag beginnt für die USA und Iran eine Frist: Binnen 60 Tagen wollen sie den Konflikt über das iranische Atomprogramm beenden. Warum Teheran dabei kaum Kompromisse machen dürfte.
Deutsch-französische Rüstungsprojekte
:Ein Kampfpanzer soll Befriedung bringen
KNDS präsentiert auf der Rüstungsmesse einen Panzer, der ein Angebot an die Franzosen ist, das Rüstungsprojekt mit Berlin fortzuführen. Kann das funktionieren?
Nach dem FCAS-Aus
:Es knirscht schon wieder in der deutsch-französischen Rüstungskooperation
Bedenken wegen französischer Dominanz: Nach dem Aus für den FCAS-Kampfjet steigt das Misstrauen zwischen den Partnern auch bei anderen Projekten. Bundestagsabgeordnete fordern „technologische Unabhängigkeit“.