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Ex-Mitarbeiter erzählen:Der Kühlschrank-Fotograf

Entgegen der landläufigen Annahme ist es nicht leicht, einen Kühlschrank zu fotografieren. Kühlschränke sind üblicherweise weiß, weshalb sie auf Werbebildern möglichst nicht grau wirken sollten, wozu es wiederum ausgeklügelter Beleuchtung bedarf.

Ratgeber Wohnen: Kuehlen und Gefrieren

Kühlschränke - eine Herausforderung für Fotografen. Ein früherer Quelle-Fotograf erzählt.

(Foto: ag.ddp)

Sagt Robert Söllner, der es wissen muss, weil er sechs Jahre lang der Kühlschrank-Fotograf für den Quelle-Katalog war. 8000 Euro Honorar schulden ihm die Insolvenzverwalter noch, und Söllner sagt: "Wenn ich Glück habe, kriege ich fünfzig." Der 45-Jährige hätte weiter Kühlschrank-Bilder machen können für den Otto-Versand, aber er ist Vater geworden, er wollte nicht nach Hamburg. Also hat er im April ein kleines Atelier in Fürth eröffnet, direkt neben einem alten Quelle-Gebäude. "Ich habe darauf spekuliert, dass die Kollegen Bewerbungsfotos brauchen", sagt Söllner. Der erste Kunde war dann kein Kollege, sondern der Fürther OB Thomas Jung, eine kleine Solidaritätsaktion. Söllner hat Jung prächtig ausgeleuchtet.