Eichstätt Abschiebegefängnis eröffnet

Die umstrittene neue bayerische Abschiebehaftanstalt hat nach langen Vorbereitungen offiziell den Betrieb aufgenommen. Die Justizvollzugsanstalt im oberbayerischen Eichstätt soll künftig als zentrales Gefängnis für von der Abschiebung bedrohte Flüchtlinge dienen. Es gibt dort 86 Haftplätze für Männer und zehn für Frauen. Die JVA habe am Montag den Vollzug der Abschiebehaft übernommen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in München. Ursprünglich sollte die JVA demnach bereits am 1. Juni als Abschiebehaftanstalt eröffnet werden, es sei aber zu Verzögerungen gekommen. Bislang waren die Asylbewerber, die abgeschoben werden sollen, in Mühldorf inhaftiert.