Corona:Klinikum Passau: Kein Lohn bei Quarantäne

In Baden-Württemberg müssen ungeimpfte Arbeitnehmer bereits seit Mitte September davon ausgehen, dass sie im Falle einer coronabedingten Quarantäne keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Auch in Bayern ist diese Regelung längst über das Infektionsschutzgesetz scharf gestellt, wurde hier aber bislang nicht umgesetzt. Mitarbeiter des Klinikums Passau wurden nun seitens der Geschäftsführung darauf hingewiesen, dass sie nicht mehr damit rechnen können, ungeimpft im Quarantänefall eine Lohnfortzahlung zu erhalten. "Wir haben ein diesbezügliches Schreiben der Regierung von Niederbayern erhalten", sagte Werkleiter Stefan Nowack auf Nachfrage. Im Sinne der Arbeitgeberfürsorge habe er die Belegschaft auf diesen Sachverhalt hingewiesen. In der Information der Regierung stehe, dass diejenigen, die die Möglichkeit zur Impfung haben verstreichen lassen, keinen Anspruch auf eine Vergütung haben. "Es handelt sich ja nicht um eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sondern um eine Quarantäneleistung", sagte Nowack. Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes sei diese Leistung weggefallen. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte, will Minister Klaus Holetschek (CSU) an diesem Mittwoch als Vorsitzender der Bundesgesundheitsministerkonferenz auf eine bundeseinheitliche Umsetzung des Gesetzes hinwirken.

© SZ vom 22.09.2021 / dm
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