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Bahnverkehr:Neue Kürzel für Regionalzüge

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) will mehr Übersichtlichkeit im Regionalverkehr schaffen - und deshalb zum Fahrplanwechsel im Dezember die Liniennummern der Züge vereinfachen. "Kurz, einprägsam und eindeutig" werde die neue Nummerierung sein, teilte die BEG am Mittwoch mit. Tatsächlich sind die derzeitigen Nummerierungen, die in Fahrplänen und auf Bahnhofsanzeigen auftauchen, bisweilen kryptisch. Stattdessen soll sich die Abkürzung für jede Linie nur noch aus einem von drei Kürzeln - RE für Regionalexpress, RB für Regionalbahn und S für S-Bahn - sowie maximal zwei Ziffern zusammensetzt. Betreiberkürzel wie ALX (Alex), BRB (Bayerische Regiobahn) oder EB (Erfurter Bahn) sollen kaum noch verwendet werden.

Der RE 59401 von München nach Nürnberg beispielsweise wird künftig RE 1 heißen. Der EB 80692 von Schweinfurt über Bad Kissingen nach Gemünden wird in RB 50 umbenannt, der BRB 62784 von Augsburg nach Füssen in RB 77. Abzweigende oder begleitende Nebenlinien beginnen mit der gleichen Ziffer wie die jeweilige Hauptlinie. Die vom künftigen RE 1 bei Ingolstadt abzweigende Verbindung gen Augsburg hört deshalb dann auf RB 13. Das neue "Liniennummernsystem" funktioniere damit auch betreiberunabhängig, so die BEG: Denn das Kürzel für eine Verbindung solle erhalten bleiben, auch wenn es auf der Strecke einen Betreiberwechsel gebe. Als RE gelten künftig alle Regionalzüge, die nur an ausgewählten Stationen halten, etwa Knotenbahnhöfen mit Umsteigemöglichkeiten. Züge mit dem Label RB halten dagegen an allen Stationen entlang einer Strecke - solange dort nicht schon eine S-Bahn verkehrt.

© SZ vom 22.10.2020 / maxi

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