Bayerisches Oberland Bauern bereiten sich auf Wolf vor

Ein Wolf im Februar 2014 in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide in Groß Schönebeck (Brandenburg). Im bayerischen Oberland bereiten sich die Almbauern auf eine Saison mit einem Wolf vor.

(Foto: dpa)

Viele Landwirte im oberbayerischen Inntal sind in Sorge, dass ein über die Alpen gewanderter Wolf ihr Vieh bedrohen könnte. Nun bereiten sie sich auf eine Saison mit dem Wolf vor.

Im bayerischen Oberland bereiten sich die Almbauern auf eine Saison mit einem Wolf vor. "Alle, die Weidehaltung haben, sind in großer Sorge", sagte die Almfachberaterin Susanne Krapfl in Miesbach.

Am Freitag hatte das Landesamt für Umwelt (LfU) mitgeteilt, dass es tatsächlich ein Wolf war, der eine Hirschkuh zwischen Brannenburg und Oberaudorf getötet hatte. Die Bauern seien nun dabei, ihre Talbetriebe so gut wie möglich zu sichern. Sie "hoffen, dass der Wolf bis zum Almauftrieb weitergezogen ist", sagte Krapfl.

Vor gut drei Jahren hatte ein Wolf in der Gegend Schafe, Rehe und Rotwild gerissen. Die Bauern beklagen, dass auf den Almen eine Einzäunung kaum möglich ist. Gerade dort seien Kühe und Schafe aber zum Erhalt der Kulturlandschaft besonders wichtig. Der Wolf bringe Unruhe auf die Almen, das Vieh sei hinterher versprengt.

Seit die Hirschkuh gerissen wurde, fehlt von dem Wolf jedoch jede Spur. Er stammt der ersten Genanalyse zufolge aus einer Population in den Südwestalpen. Genauere Untersuchunge zum Geschlecht und der genauen Abstammung des Raubtieres laufen noch. Detailliertere Ergebnisse dazu soll es ab Mitte der Woche geben.