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Bad Reichenhall:Bergwacht ins Sorge

Nach Beobachtungen der Bergwacht haben im Süden Bayerns zuletzt viele Menschen ihre unverhoffte freie Zeit in den Bergen verbracht, statt wegen des Coronavirus daheim zu bleiben. Entsprechend stark seien die eigenen Einsatzkräfte gefordert, obwohl die Ehrenamtlichen unter der Woche sehr in ihren Berufen beansprucht seien - oft im medizinischen Bereich, sagte ein Sprecher. Zudem sei Bergrettung Teamarbeit - mit hohem Ansteckungsrisiko und kritischen Folgen, wenn ganze Bereitschaften in Quarantäne müssten. "Die Bergsteiger müssen unbedingt bedenken, dass sie bei einem Notfall Kapazitäten binden und Engpässe im Rettungsdienst und in den Kliniken verschärfen, mithin auch tendenziell dazu beitragen, aktuell das Gesundheitssystem zu überfordern", warnte der Chiemgauer Bergwacht-Regionalleiter Klaus Burger.

© SZ vom 21.03.2020 / kpf
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