Bad Kissingen Da ist sie ja, die Million

Geld, das am Straßenrand liegt: Drei Koffer mit insgesamt einer Million Euro waren aus einem fahrenden Geldtransporter gefallen. Zwei Tage lang hat die Polizei nach der wertvollen Fracht gesucht. Jetzt hat sich der Finder gemeldet.

Ein Bundeswehrsoldat hat am Mittwoch bei der Polizei in Bad Kissingen mehrere Geldkoffer mit mehr als einer Million Euro Inhalt abgegeben. Der Mann hatte das Geld bereits zwei Tage zuvor an einer Autobahnauffahrt gefunden.

Die Geldkoffer waren am Montag aus einem Geldtransporter gefallen, wie die Polizei in Würzburg berichtete. In den vergangenen Tagen hatten die Beamten intensiv nach der verschwundenen Million gefahndet.

Der 41-jährige Soldat gab bei der Polizei an, er habe die Koffer am Montag an einer Autobahnauffahrt gefunden und mitgenommen. Derzeit ist noch offen, ob der Finder mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. Der Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt sagte am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Schweinfurt, es sei noch unklar, was den Mann dazu bewogen habe, die Geldkoffer zwei Tage bei sich aufzubewahren, bevor er mit seinem Fund zur Polizei ging. Vogt kündigte an, sich nach Akteneinsich nochmals zu dem Fall äußern zu wollen.

Zeugen hatten Bundeswehrauto gesehen Zeugen hatten am Montag beobachtet, wie die Geldkoffer aus dem fahrenden Geldtransporter purzelten. Offenbar hatte sich eine Tür des Transporters von selbst geöffnet. Ein weiterer Zeuge berichtete, er habe gesehen, wie anschließend ein Militärfahrzeug anhielt und in dieses Fahrzeug etwas eingeladen wurde. Die Ermittlungen seien aufgrund dieser Aussagen bereits "in Richtung Bundeswehr forciert" worden, teilte die Polizei weiter mit.

Die Beamten hatten noch am Montag eine Suchaktion gestartet. Zwei Tage lang war das entsprechende Teilstück der Rhönautobahn A 7 systematisch abgesucht worden, unter anderem mit einem Polizeihubschrauber.