Aufholbedarf in Bayern:Anteil erneuerbarer Energien und Kinderbetreuung

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Anteil erneuerbarer Energien

Was sind sie immer stolz gewesen, die bayerischen Umweltminister, auf die Spitzenstellung des Freistaats in Sachen erneuerbare Energien - und zwar egal ob das nun Werner Schnappauf und Otmar Bernhard waren oder nun Markus Söder ist. "Wir Bayern sind Solarweltmeister", lautet zum Beispiel ein Standardsatz von Söder, der zeigen soll, wie vorbildlich der Freistaat da ist. Seit diesem Jahr gilt das nicht mehr. Nach dem aktuellen Ländervergleich der Agentur für Erneuerbare Energien rangiert Bayern in dem Feld nur mehr auf Platz sieben, abgeschlagen hinter den Siegern Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg. In einigen Bereichen liegt der Freistaat sogar ganz weit hinten - bei den Informationsangeboten etwa (Platz 13), bei den landeseigenen Förderprogrammen und der Beseitigung bürokratischer Hindernisse (jeweils Rang 14).

Kinderbetreuung

In kaum einem anderen Bundesland wird es Frauen schwerer gemacht, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Vor allem auf dem Land schließen in Bayern viele Kindergärten schon zwischen zwei und drei Uhr nachmittags. Besonders schlecht ist die Situation in Ostbayern, wo weniger als zehn Prozent der Kindergartenkinder ganztags betreut werden. Noch dramatischer ist die Situation bei Schulkindern: Nur etwa fünf Prozent besuchen in Bayern eine Ganztagsschule. Nirgendwo in Deutschland gibt es weniger Ganztagsschüler. Sachsen ist mit 69 Prozent Spitzenreiter. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 24 Prozent.

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