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Archäologie in Not:Hunderte Raubgrabungen

Dem Landesamt für Denkmalpflege liegen Hinweise auf mehrere hundert Raubgrabungen im Jahr im Freistaat vor. Diese Hinweise kämen von Ehrenamtlichen, Heimatpflegern und Strafverfolgungsbehörden, sagte eine Sprecherin des Landesamts. Viele Finder würden sich trotz einer gesetzlichen Pflicht nicht beim Landesamt melden. Bayern hat als einziges deutsches Bundesland kein sogenanntes Schatzregal, wonach wissenschaftlich bedeutsame Funde Staatseigentum sind. Stattdessen gehört die Hälfte des Schatzes dem Finder, die andere Hälfte dem Grundstückseigentümer. Raubgräber unterschlagen die Beute aber laut Denkmalamt regelmäßig. Selbst wenn sie deswegen verurteilt werden, dürfen sie aber ihren Anteil behalten.

© SZ vom 03.08.2020 / dpa

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