Telematik im Flottenmanagment Nie wieder Zeit verlieren

Warum es sich für fast jeden Betrieb lohnt, seine Fahrzeuge durch moderne Telematikgeräte steuern zu lassen. Einfache Lösungen sind zu Beginn sinnvoll.

Von Friederike Nagel

Wie hängen ein Krankenwagen, ein Klempner und ein Kurierfahrer zusammen? Was anfängt wie ein klassischer Witzdreisatz, hat eine ernste Verbindung. Für alle drei Fahrer ist es wichtig, möglichst schnell bei ihren Kunden anzukommen. Sonst könnte jemand sterben, jemand eine schlimme Überschwemmung erleben oder jemand zu lange auf seine Lieferung warten.

Nie wieder Zeit verlieren durch schlechte Planung oder langes Suchen: Intelligente Hilfsmittel garantieren nicht nur großen Firmenflotten einen reibungsloseren Ablauf.

(Foto: Stephan Rumpf)

Dass das nicht gut sei, wüssten alle, sagt Thomas Schmidt. Doch nur wenige Fahrer oder Firmenchefs von Kleinunternehmen glaubten, dass es auch für sie inzwischen sehr gute Mittel gibt, etwas dagegen zu tun. Flotten, das ist etwas, was nur große Firmen haben, so die landläufige Ansicht.

Schmidt ist Bereichsleiter von Tomtom Business Solutions. Das 1991 gegründete Unternehmen gilt als weltweit führender Anbieter von im Fahrzeug integrierten und mobilen Navigationslösungen. "Im Grunde ist das unsere größte Aufgabe", sagt er, "all die Handwerker und Dienstleister da draußen davon zu überzeugen, dass sie schon mit drei Autos eine Flotte haben."

Überzeugt sind seit kurzem die 60 freiwilligen Helfer der österreichischen Wasserrettung Graz. Ihre Fahrzeuge wurden mit mobilen Navigationsgeräten aus dem Firmensegment von Tomtom ausgestattet.

Für die gemeinnützige Organisation geht es darum, möglichst schnell zur Stelle zur sein, wenn etwas passiert ist. Natürlich geht es aber auch um Kosteneffizienz. "Die Anschaffungskosten waren für uns überschaubar", sagt Markus Jabinger, Landesreferent der Österreichischen Wasserrettung LV Steiermark.

Außerdem würden neben der Routenführung beispielsweise automatisch alle Fahrten, mit oder ohne Blaulicht, erfasst. Diese nutzt die Wasserrettung Graz nun unter anderem als Beleg beim Finanzamt. Die Telematiklösung ermögliche es dem Team, sich auf den Einsatz zu konzentrieren - und nicht auf das Finden der schnellsten Strecke. Mit Hilfe des neuen Systems werden die Fahrzeuge geortet und dann an ihr Ziel navigiert.

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