Renault Clio GT 1.6 Auf dem rechten Weg

Einen guten Job haben die Entwickler dagegen beim Fahrwerk gemacht. Stramm, aber niemals unkomfortabel kauert sich der Renault auf die kurvigen Straßen und macht seinem Pilot in jedem Fahrbetrieb eine Menge Spaß. Selbst marterndes Kopfsteinpflaster oder Bodenwellen bringen den Clio GT niemals aus der Fassung. Wenn es etwas zu meckern gibt, dann ist es die elektrische Servolenkung, die in Sachen Rückmeldung Spielraum nach oben lässt. Der Rest passt, kann vollauf überzeugen. Das gilt auch für die Serienausstattung. ESP, Airbags, Sportsitze, Klimaautomatik, Tempomat, Licht- / Regensensor, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Kurvenlicht und 16-Zoll-Alufelgen sind für 16.300 Euro ein faires Angebot.

Renault Clio Grandsport

Kleiner Lastesel

Interessant ist das neue Navigationspaket. Geläutert von den ebenso lausigen wie kostenintensiven Carminat-Systemen der Vergangenheit hat man sich beim Clio eine bessere Lösung überlegt. Unter Mithilfe von Renaults Navigationsexperten Carminat wurde eine vergleichsweise günstige TomTom-Navigationslösung ins Auto gebracht, die den preiswerten Nachrüstsystemen das Leben schwer machen dürfte.

Für 490 Euro bekommt man bekannte TomTom-Technik in das Armaturenbrett implementiert. Sieht besser aus als mit einem Saugnapf und wird nicht geklaut. Die problemlose Touchscreen-Bedienung wurde leider durch eine nicht ganz durchdachte Fernbedienung ersetzt und die Bildschirmdarstellung erinnert an Zeiten eines alten Commodore-C64-Computers. Doch man ist auf einem rechten Weg und hat erkannt, dass über 2000 Euro teure Nachrüstlösungen sich in dieser Liga allenfalls für Vorführwagen eignen.

Wem die Sportlichkeit den Renault Clio GT 1.6 nicht reicht: Für 19.900 Euro gibt es den Clio RS, 201 PS stark und auf der Rennstrecke ein wahrer Spaßmacher. Wieso nicht? Die zahmeren Autofahrer haben ja immer noch die normalen Drei- und Fünftürer sowie den Kombi Clio Grandtour mit vier weiteren Benzinern und drei Dieseln zwischen 75 und 103 PS. Das Basismodell kostet 11.900 Euro. Eben alles nicht schlecht für eine Modellpflege.