Blech der Woche (54): Fiberfab Sherpa Méhari auf deutsch

Weil Citroëns Méhari in Deutschland nicht zugelassen werden durfte, produzierte Fiberfab in Heilbronn ein ganz ähnliches Tretboot auf Rädern. Oliver Zeller besitzt einen der seltenen Sherpas.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

Es sind nur noch wenige Exemplare des Fiberfab Sherpa erhalten - eines davon besitzt Oliver Zeller.

(Foto: Foto: Carsablanca)

Der Sherpa war seinerzeit die deutsche Antwort auf den Méhari, jene viersitzige Plastikwanne, die Citroën in den siebziger Jahren auf der Plattform der "Ente" anbot. Weil diesem skurrilen Vehikel jedoch der Segen der deutschen Zulassung verweigert worden war, konstruierte man in Süddeutschland eines, das noch skurriler daherkam: Es heißt Fiberfab Sherpa.

Als "Sherpa" kennt Wikipedia das bekannte Volk im südlichen Teil von Tibet sowie dessen gleichnamige Sprache. Außerdem steht der Begriff politisch für den Chefunterhändler einer Regierung. Allerdings wurde die Bezeichnung auch für ein offenes Fahrzeug verwendet, das in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre auf Basis der "Ente" in Deutschland gebaut und vertrieben wurde.

Oliver Zeller (KaminOli) nennt eines der seltenen Exemplare, die seinerzeit im Raum Heilbronn produziert worden waren, sein Eigen. Eigentlich suchte er im Frühjahr 2008 nach einem Citroën Méhari, den man - Europa sei Dank - inzwischen auch hier zulassen darf. "Statt dessen bin ich in einem Internet-Inserat auf diese deutsche Version gestoßen", erinnert sich Oliver Zeller. "Im Nachhinein bin ich froh darüber, denn inzwischen weiß ich, wie selten der Sherpa ist. Es sind nur noch wenige Exemplare erhalten."

Mehari auf deutsch

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