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Blech der Woche (53): Datsun Laurel:Das Japan-Schiff

Von Automatikgetriebe bis Zahnausfall: Die Beziehung eines Kfz-Mechanikers zu seinem goldfarbenen Stufenheck-Reisewagen, an dem er das Schrauben lernte.

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Datsun Laurel; Carsablanca

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Viele Menschen suchen irgendwann nach ihren automobilen Wurzeln. Das kann das erste eigene Vehikel sein, der Wagen, mit dem die Eltern einen im Kindersitz durch die Gegend chauffierten - oder, wie bei Karl-Heinz (Japanschrauber), jenes Fahrzeug, an dem man das professionelle Schrauben erlernte.

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Jahrelang hat der Datsun-Fan nach einem Laurel gesucht: "Aber du findest schon lange keine mehr - alle aufgebraucht und weggeschmissen oder im Export gelandet", so Karl-Heinz.

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Doch eines Tages stand ganz unerwartet bei einem Treffen von Oldtimer-Wohnwagengespannen im westfälischen Münster ein goldfarbener Laurel Diesel vor einem alten Tabbert Wohnwagen - und man wurde sich an Ort und Stelle noch handelseinig.

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Es handelte sich um ein 1983 gebautes Exemplar in Top-Ausstattung, in dem alles vorhanden war, was die, erstaunlich kurze, Aufpreisliste hergab: Automatikgetriebe, Klimaanlage und Schiebedach.

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Alle anderen Annehmlichkeiten, vom höhenverstellbaren Fahrersitz mit Rückenstütze über eine Scheinwerfer-Waschanlage bis hin zu Leselampen in den hinteren Dachsäulen bot der Datsun Laurel bereits ab Werk.

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Den Reihen-Sechszylinder mit 2.8 Litern Hubraum wieder zum Leben zu erwecken, erwies sich für den Fachmann als vergleichsweise einfach: "Nachdem ich mir die korrekten Steuerzeiten aus alten Archivunterlagen heraus gesucht hatte, sprang er ohne Schwierigkeiten an, und seitdem läuft das Auto wieder prima."

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Rost fand sich nur in engen Grenzen und an der Oberfläche, geschweißt werden musste nicht. Insgesamt war der Zustand für einen Japaner, der immerhin ein Vierteljahrhundert Alltagsbetrieb hinter sich hatte, überraschend gut.

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Für den Alltag nutzt Karl-Heinz seinen Youngtimer, der zuvor erst zwei Besitzern in Süddeutschland gedient hatte, natürlich nicht - die Steuern für einen Kat-losen Diesel dieser Größe sind inzwischen astronomisch.

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Stattdessen bewegt er ihn zu Veranstaltungen auf den roten Nummern des in Familienbesitz befindlichen Nissan-Autohauses oder auf Kurzzeit-Kennzeichen.

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