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Wissenschaft im Paradies Museum für Naturkunde, Berlin

Mehr als zehn Meter hoch ragt der Brachiosaurus brancai im Lichthof empor. Es ist das größte komplett aufgebaute Dinosaurierskelett der Welt, aber bei weitem nicht die einzige Kostbarkeit des Berliner Naturkundemuseums. 100.000 Aufnahmen von Tierstimmen, 250.000 Mineralien, zweieinhalb Millionen Fossilien und 25 Millionen Tierpräparate, darunter ausgestorbene Arten wie der Tasmanische Wolf und das Quagga machen das Museum einzigartig. Sogar mineralogische Funde Alexander von Humboldts lagern in dem Prachtbau an der Invalidenstraße. Museumsforscher emanzipieren sich langsam, weg von beschreibenden Archivaren. "Viele Museen betreiben Spitzenforschung", sagt Peter Bartsch, Leiter der Abteilung Sammlungen. "Mit neuen molekularbiologischen Methoden und dreidimensionaler Bildgebung produzieren wir neue Daten aus alten Stücken. Der Wert der Objekte für die moderne Forschung wird immer deutlicher." Die 44 angestellten Wissenschaftler, 30 Gastforscher und 40 Doktoranden arbeiten auch aus einem anderen Grund gerne in Berlin, sagt Bartsch: "Sie können hier nicht nur gut forschen. Das Museum ist auch ein Schaufenster zur Öffentlichkeit und konfrontiert sie dadurch stets mit gesellschaftlichen Fragen."

Bild: Museum für Naturkunde Berlin

13. August 2011, 14:47 2011-08-13 14:47:57

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