Weltraum In der Schwebe

Erfolge bei drei Weltraum-Missionen: Schwebende Goldwürfel sind bereit für Gravitationswellen-Messung. Ein Satellit macht sich auf den Weg, um Ozeandaten zu sammeln. Und ein weiterer soll künftig nach schwarzen Löchern suchen.

Von Marlene Weiß

Forscher der europäischen Weltraumorganisation Esa haben am Dienstag erstmals zwei Gold-Platin-Würfel frei in der Sonde Lisa Pathfinder schweben lassen. Die Sonde dient zur technischen Vorbereitung des geplanten Satellitensystems Lisa, das künftig Gravitationswellen im All messen soll. Fernab von störenden Einflüssen sollen solche Würfel leise Erschütterungen der Raumzeit anzeigen. Der erste Nachweis von Gravitationswellen auf der Erde war vergangene Woche veröffentlicht worden.

Am Dienstagabend schickte die Esa zudem Sentinel-3A ins All, den dritten Satelliten im Umweltbeobachtungs-Programm Kopernikus. Nach Sentinel-1 und -2, die Radar- beziehungsweise optische Bilder liefern, sind Sentinel-3A und sein für 2017 geplanter Zwilling Sentinel-3B für Ozeandaten zuständig. Sie sollen über den Meeren etwa Temperatur und Eisdecke messen.

Am Mittwochmorgen schließlich startete die japanische Weltraumagentur erfolgreich den Satelliten Astro-H. Er soll Röntgenstrahlen messen, die zum Beispiel auf schwarze Löcher schließen lassen.