Immer weniger Menschen stecken sich mit dem HI-Virus an. Doch die Gefahr bleibt: 33,4 Millionen Menschen leben mit dem Aidserreger - so viele wie nie zuvor.
Die Zahl der Neuinfektionen mit den HI-Virus ist in den vergangenen acht Jahren um 17 Prozent gesunken. Das geht aus dem neuen Weltaidsbericht der Vereinten Nationen hervor, der am Dienstag in Shanghai vorgestellt wurde.
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Vorsorgeprogramme zeigten Erfolg, heißt es in dem Bericht. Dennoch lebten heute weltweit bereits 33,4 Millionen Menschen mit dem Aidserreger HIV im Blut -mehr als je zuvor. Im vergangenen Jahr hätten sich 2,7 Millionen neu infiziert. Zwei Millionen Menschen seien 2008 an der Krankheit gestorben.
"Die gute Nachricht ist, dass der Rückgang, den wir sehen, zumindest teilweise auf Vorbeugung zurückgeht", sagte Michel Sidibé, Exekutivdirektor des UN-Aidsprogramms UNAIDS. Doch gingen die Programme häufig auch am Ziel vorbei und müssten effektiver ausgerichtet werden. Dennoch sei in Afrika südlich der Sahara die Zahl neuer Ansteckungen im Vergleich zu 2001 um 15 Prozent gesunken. 2001 hatte sich die UN-Generalversammlung in einer Deklaration zum Kampf gegen Aids verpflichtet.
In Ostasien gingen seitdem die neuen HIV-Infektionen um 25 Prozent und in Süd- und Südostasien um 10 Prozent zurück. Auch die Zahl der an Aidstoten nahm in den vergangenen fünf Jahren um etwa 10 Prozent ab. Den Infizierten stünden mehr lebensverlängernde Medikamente zur Verfügung, hieß es. 2,9 Millionen Leben seien dadurch gerettet worden.
"Wir dürfen diesen Schwung nicht abflauen lassen", forderte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Margaret Chan, in Genf. "Jetzt ist es an der Zeit, unsere Anstrengungen zu verdoppeln und viele weitere Leben zu retten."
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(dpa/beu)
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