Zwei Jahre lang mühten sich türkische Wissenschaftler, nun ist es ihnen gelungen: Sie haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn zum Keimen gebracht. Doch wozu?
Türkische Forscher haben ein 4000 Jahre altes Samenkorn sprießen lassen. Der Samen des linsenartigen Gewächses sei bei Ausgrabungen in der Nähe der westtürkischen Stadt Kütahya gefunden worden, sagte Grabungsleiter Nejat Bilgen nach Berichten türkischer Zeitungen vom Mittwoch.
Ein zartes Pflänzchen: Tausende Jahre lag das Samenkorn einer vorgeschichtlichen Linse vergraben in einem Behälter - nun wurde es zum Sprießen gebracht. (© Foto: dpa)
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Die Forscher hoffen nun darauf, dass die Pflanze blüht und neue Samen produziert. Die vorgeschichtliche Linse soll unter anderem für genetische Vergleiche mit heutigen Pflanzen herangezogen werden.
Bilgen sagte, bei den Ausgrabungen in Kütahya sei unter anderem ein Behälter mit Samenkörnern gefunden worden. Die meisten Körner seien verbrannt und unbrauchbar gewesen, doch drei Körner hätten die 4000 Jahre in dem Behälter unbeschadet überstanden.
Die Forscher versuchten zwei Jahre lang, die drei Körner zum Sprießen zu bringen. Vor drei Monaten hatten sie Erfolg. Da die Pflanze noch sehr zart und anfällig ist, soll sie erst in einiger Zeit anderen Forschern zur Untersuchung zur Verfügung gestellt werden.
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(AFP/gal/holz)
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So interessant die Tatsache, eine so alte Pflanze nochmals zum Blühen zu bringen, ist, so unnötig und dümmlich ist die herablassend rhetorische Frage im ersten Absatz. Zumal sie beantwortet wird: Vergleiche zu heutigen Pfanzen.
Der Wert einer Sache, gerade auch in der Forschung, liegt nicht unbedingt in seiner kommerziellen Anwendbarkeit.