Was die Welt wert ist, kann niemand beziffern. Doch Ökonomen führen vor Augen, was die Zerstörung der Natur kostet - und was der Mensch gewinnt, wenn er die Umwelt schützt.
Was die Welt wert ist, so ungefähr, kann selbst der beste Buchhalter nicht beziffern. Was ist der Wert der Luft, oder noch besser: sauberer Luft? Wie viel ist ein Wald wert, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch gutes Klima schafft und Tiere und Pflanzen beheimatet?
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Was kostet uns die Verschmutzung unserer Umwelt - und was gewinnen wir, wenn wir sie schützen? Ökonomen versuchen das zu berechnen. (© Foto: Reuters)
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Auf welchen Wert kommt der Regen, der den Weizen wachsen lässt? Allein der Versuch klingt verrückt, und doch könnte er einiges lehren: Was es die Welt nämlich kostet, all das zu verlieren.
Einige Ökonomen haben damit begonnen, den Dienst etwa der Korallen für die Menschheit veranschlagen sie ganz grob auf 170 Milliarden Dollar. Schrittweise wollen sie kalkulieren, welchen Wert die Vielfalt von Pflanzen und Tieren hat, wie viel mithin verlorengehen könnte. Man kann über die Zahl und ihr Zustandekommen lange streiten, auch über den Ansatz schlechthin.
Aber die nüchterne Berechnung ruft zumindest in Erinnerung, dass der Raub an der Natur ein Raub am Menschen ist; dass es weltweit derzeit keinen größeren Raubbau gibt als den durch die massenhafte Verfeuerung fossiler Ressourcen. Und dass der Verzicht auf diesen Raub ein Gewinn sein kann für alle.
Das Konzept, entliehen bei dem Klima-Ökonomen Sir Nicholas Stern, verstehen selbst Erstklässler. Wenn wirtschaftliches Tun die Umwelt schädigt, diese Schäden noch dazu sehr hoch sind, dann könnte es doch sinnvoll sein, dieses Tun zu ändern - und netto spränge noch ein Gewinn heraus.
So übermäßig simpel, so anfällig das Konzept ist, die Botschaft ist wichtig. Schon in drei Monaten beginnt in Kopenhagen ein altes Spiel, es heißt: Klimakonferenz. Wieder will keiner zu viele Zugeständnisse machen, droht der kleinste gemeinsame Nenner. Dabei gäbe es so viel zu gewinnen.
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(SZ vom 03.09.2009/gal)
Nur 170 Milliarden für alle Korallen? Also bitte.... Das Great Barrier Riff bringt schon mehr Touristeneinahmen in 2 Jahrzehnten.
Am liebsten würde ich mir ein Uboot nehmen und Industriefischer und Walfänger versenken danach in den Regenwald ziehen und immer wenn ich eine Kettensäge höre meine Schrottflinte auspacken....
"Was die Welt wert ist, so ungefähr, kann selbst der beste Buchhalter nicht beziffern. Was ist der Wert der Luft, oder noch besser: sauberer Luft? Wie viel ist ein Wald wert, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch gutes Klima schafft und Tiere und Pflanzen beheimatet? "
Wann endlich begreifen wir, dass diejenigen, die sich hier als Ökonomen spreitzen und den Wert der Welt kalkulieren wollen, der gleichen Kaste entsprungen sind, die die Produktionskosten minimieren, indem sie den Müll, der damit einhergeht, kostengünstig in der 3. Welt entsorgen und dort die Natur vergiften?
Das es die Gleichen sind, die hier Produktionsanlagen abbauen, sie nach China oder Indien verlagern, dort den Dreck lassen, weil die dort Menschen nicht wissen was mit der Produktion verbunden ist.
"Auf welchen Wert kommt der Regen, der den Weizen wachsen lässt? Allein der Versuch klingt verrückt, und doch könnte er einiges lehren: Was es die Welt nämlich kostet, all das zu verlieren."
Dass der Versuch verrückt ist, sollte klar sein. Dass der Gedanke vermessen ist, scheint in der eindimensionalen Sicht des Ökonomen verankert. Wenn wir all das verlieren, kostet es keinen einzigen $$, es kostet das Leben, so einfach ist da meint ...
Kuni
Diese Ansicht ist wirklich kinderleicht zu verstehn.
Leider siegt die Vernunft, das Wissen um diese Erkenntnis so selten, so zäh gegen den Rest der menschlichen Eigenschaften.
Damit das Erwachen nicht böse wird müssen die Menschen aufgeklärt werden. Ich fordere jeden Journalisten auf seine Kollegen von der Wichtigkeit nachhaltiger Umweltpolitik zu überzeugen. Auch gegen die, leider immernoch in der Erwachsenenwelt präsenten, pubertären Ressentiments, daß "Öko" ziemlich "uncool", schwach, unnötig sei.
Besonders beim Thema Palmöl, Zertifizierung von Biosprit kann noch viel "gerissen" werden!
Wieder will keiner zu viele Zugeständnisse machen, droht der kleinste gemeinsame Nenner. Dabei gäbe es so viel zu gewinnen.
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Was an einer Neidunkultur liegt, die auf absehbare Zeit allen Fortschritt auf diesem Sektor erheblich bremsen wird bis es zu spät ist.