Schließlich gibt es noch den Mord am fremden Nachwuchs, der sogar bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen beobachtet wurde. Seit 1976, als Jane Goodall erstmals davon berichtet hat, weiß man, dass sowohl Weibchen als auch Männchen manchmal die Jungen anderer weiblicher Gruppenmitglieder oder fremder Weibchen umbringen und sogar teilweise fressen.
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Das Ende der Idee von der Arterhaltung
Alle diese Beobachtungen belegen übrigens, dass die vielzitierte Vorstellung von der Arterhaltung als Ziel des Verhaltens falsch ist. Vielmehr sind alle Tiere bestrebt, ihren individuellen Fortpflanzungserfolg zu maximieren.
Dass es trotzdem zu kooperativem und altruistischem Verhalten unter Artgenossen kommt - insbesondere unter Verwandten übrigens -, ist hierzu kein Widerspruch. Es sind weitere Strategien, den eigenen Erfolg zu erhöhen. Es kommt eben auf die jeweiligen Möglichkeiten und Umstände an.
Das Töten von Jungen bei Tieren mit dem Kindsmord bei Menschen zu vergleichen, ist schwierig und wird vielen vermutlich als unangemessen erscheinen. Schließlich kommen hier ethische und moralische Werte ins Spiel. Interessant ist es aber doch, dass die Bedingungen, unter denen insbesondere Mütter ihre Kinder töten, sich meist ähnlich beschreiben lassen wie jene in der Natur.
Abgesehen von Fällen, bei denen eine Frau psychisch krank ist, morden Mütter manchmal, wenn der Nachwuchs unerwünscht ist und die Mütter unter Druck und Stress stehen und verzweifelt sind. So weiß man aus Indien und China, dass neugeborene Mädchen manchmal getötet werden, weil die Eltern - oder ein Elternteil - männlichen Nachwuchs bevorzugen.
Auch Eroberungskriege, die letztlich um den Zugang zu Ressourcen geführt werden, haben immer wieder zum Infantizid geführt. Einer der ältesten Hinweise auf eine solche Ermordung von Kindern stammt zum Beispiel aus dem Alten Testament.
So forderte Moses die israelitischen Hauptleute nach dem Sieg über die Midianiter auf: "So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Männer erkannt und beigelegen haben; aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Männer erkannt haben, die lasst für euch leben." (4. Moses 31. 17-18)
Einen Verhaltensbiologen erinnert das mehr als vage an die Strategie der männlichen Löwen und Lemuren.
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(sueddeutsche.de/gf)
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und noch was: was veranlasst sie, in einem Kaninchen eine Zitat "pathologische Kindesmörderin." zu sehen? das kann doch wohl nicht wahr sein, das Sie auf dieses dumme Geschöf menschlich Termini anwenden. Ich glaube es einfach nicht.
Kuni
"Das ist nicht die Frage. Was mir nicht gefällt ist, aus der Theorie der egoistischen Gene, die mir zur Beschreibung der Wirklichkeit zu schlicht ist, mit krass vereinfachten ökonomischen Basisweisheiten ..."
Mal eine ganz bescheidene Frage: Was hat ein Kaninchen mit ökonomischen Basisweisheiten zu tun, was weiß es darüber und wo hat es diese studiert?
"Bruch des bösen Zaubers (Spiegel 32/2008) "Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. "
Habe ich gelesen und auch noch andere Dinge. Aber ich verspreche Ihnen, das ich darauf achten werde, dass meine Tochter meine Enkel nicht frisst. Sonst noch etwas? Ach ja: Die Weisheiten dieser Pyschologen sind nicht ganz so alt, wie die Mechanismen der Natur, und wenn ich mir den Stuss manchmal anschaue, den diese verzapfen, um ihre wichtigtuerischen Wahrheiten dem Volke anzudienen, kommt mir, um es mal ganz ehrlich zu sagen, das K..zen.
Ich denke da ganz speziell an den Behaviorismus (oder stuss? so hieß das glaube ich), mit dem amerikanische Psychologen eine ganze Generation von Neurotiker heran haben erziehen lassen, mit dem Ergebnis, das eine Generation später Menschen, die sicher auch ohne Seelenklempner ausgekommen werden, eine ganze Generation von Seelenklempnern am Fressen halten, weil sie nicht in der Lage sind, ihr Seelenzipperlein entweder zu bearbeiten oder sie über Gebühr er-leiden. Tut mir leid, Ihnen das mal so sagen zu müssen.
Davon abgesehen hat meine Tochter das selber entdeckt ... und verstanden. Sie hat das Kaninchen anschließend regelmäßig gefüttert, sprich: die Verantwortung übernommen. Ein Pyschiater hätte ihr sicher ein Trauma eingeschwätzt.
Kuni
Zitat: "Kultur ist nämlich genau das: Das der Stärkere dem Schwächeren nicht einfach die Rübe zertrümmert um sein Weib zu schwängern."
Möglicherweise hängt das aber auch mit den Rahmenbedingungen zusammen, wie z.B. unserer Gesetzgebung und den Strafen, die zu erwarten wären.
Bruch des bösen Zaubers (Spiegel 32/2008) "Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. Der erschreckende Befund schürt das Interesse am jungen Feld der Epigenetik: Erfahrungen hinterlassen chemische Spuren, die womöglich sogar vererbt werden. ... Mittlerweile legen einige Studien nahe: Die epigenetischen Muster können ebenfalls vererbt werden. "Das ist das Ende der Theorie vom egoistischen Gen", kommentiert die Biologin Eva Jablonka von der Universität Tel Aviv in Israel. "Der ganze Diskurs über Vererbung und Evolution wird sich verändern." "
Mag sein, daß das Karnikel Ihrer Tochter Hunger hatte. Oder fand, dem Leben in Ihrem Karnikelstall sei der Tod vorzuziehen. Oder es war eine pathologische Kindesmörderin.
Das ist nicht die Frage.
Was mir nicht gefällt ist, aus der Theorie der egoistischen Gene, die mir zur Beschreibung der Wirklichkeit zu schlicht ist, mit krass vereinfachten ökonomischen Basisweisheiten und eindimensionalen Mutmaßungen über die Motivlage den rücksichtlosen Egoismus von Individuuen und Gruppen als natürlich zu postulieren.
Kultur ist nämlich genau das: Das der Stärkere dem Schwächeren nicht einfach die Rübe zertrümmert um sein Weib zu schwängern.
Bio-Bizarr und Kinder-Killer!!!!!
Zeitung beschliesst Niveauverlust!!!!!
Kinder gefährdet!!!!
Was ist los mit unserer Bildung!!!!
Verkommt unsere schöne deutsche Sprache!!!!
Werden wir alle d.ummm!!!!
Paging