Früher wurde es als abnorm betrachtet, wenn Tiere junge Artgenossen umbrachten. Heute wissen wir, dass dies für viele Arten völlig normal ist.
Das Töten von Jungtieren, seien es eigene oder fremde, ist sicher die Verhaltensweise, die wir bei Tieren am furchtbarsten finden.
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Junge Löwen leben gefährlich, wenn neue Männchen das Rudel übernehmen. (© Foto: Reuters)
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Auch bei Menschen erscheint uns die Ermordung von Kindern als das schlimmste Verbrechen, das wir uns vorstellen können. Und es fällt uns sogar schwer, über die Gründe auch nur nachzudenken, die Eltern dazu bringen können, den Nachwuchs zu töten.
Lange Zeit kannte man dieses Verhalten fast nur von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Schweinen und anderen Haustieren und hielt es für unnatürlich oder krankhaft.
Doch seit den achtziger Jahren etwa wissen Biologen, dass auch gesunde Wildtiere junge Artgenossen umbringen. Inzwischen ist die Zahl der Beobachtungen in der Natur so gewachsen, dass das Töten von Jungtieren als normaler Bestandteil im Verhaltensrepertoire vieler Tierarten betrachtet werden muss.
Eines der bekanntesten Beispiele für den sogenannten Infantizid sind Löwen. Übernehmen männliche Tiere ein Rudel, so bringen sie sämtliche Jungtiere im Alter von bis zu etwa neun Monaten um. Die Löwinnen, die sich sonst um den Nachwuchs kümmern müssten, stehen nun den neuen Männchen schneller als Fortpflanzungspartner zur Verfügung.
Ein ähnliches Verhalten kennt man auch von anderen Tieren, etwa von Lemuren, Bären oder Vögeln.
Unter dem Aspekt der möglichst effektiven Vermehrung hat dieses Verhalten für die männlichen Tiere natürlich Vorteile - je früher die Weibchen wieder empfänglich sind, desto mehr Zeit haben die Männchen, Jungen zu produzieren. Die Weibchen dagegen sind benachteiligt, haben aber offenbar keine Gegenmaßnahmen entwickelt.
Genau umgekehrt ist es beim Rotstirn-Blatthühnchen (Jacana jacana), einer südamerikanischen Vogelart. Hier kümmern sich die männlichen Tiere um die Brut, während die Weibchen ein Revier verteidigen.
Gelingt es einem weiblichen Tier, eine Konkurrentin zu verdrängen, tötet sie deren Nachwuchs - und lässt sich anschließend vom nun jungen- und arbeitslosen Männchen begatten. Biologen sprechen hier von einem sexuellen Konflikt zwischen den Geschlechtern, die danach streben, die größten Vorteile für sich herauszuholen - auch auf Kosten des Fortpflanzungspartners.
Manche Tiere fressen den eigenen Nachwuchs
Andere Ursachen, die zum Infantizid führen können, sind offenbar begrenzte Ressourcen wie Nahrung und Raum sowie Stress. So bringen zum Beispiel in Gruppen von Wölfen oder Zwergmangusten ranghohe Weibchen manchmal die Jungen untergebener Weibchen um.
Unter schlechten Bedingungen töten weibliche Tiere einiger Arten auch ihren eigenen neugeborenen Nachwuchs - und fressen ihn häufig sogar auf. Schweine, Kaninchen und Mäuse etwa sind für dieses Verhalten bekannt. Auch bei Zootieren wird dies manchmal beobachtet.
Zwar lässt sich nicht genau sagen, welche Faktoren hier jeweils ausschlaggebend sind. Es wird aber angenommen, dass es sich letztlich um eine "ökonomische" Entscheidung handelt. Die Tiere haben zwar während der Schwangerschaft in den Nachwuchs investiert. Doch offenbar verarbeiten die Weibchen Umweltinformationen als Hinweise darauf, wie die Chancen stehen, die Jungen ausreichen schützen und versorgen zu können.
Erscheinen die Bedingungen schlecht, werden die Jungen getötet, manchmal sogar gefressen (was unter ökonomischen Gesichtspunkten natürlich naheliegend ist) und das Tier setzt auf den nächsten Wurf. Dies könnte zum Beispiel auch die Eisbärin Vilma im Nürnberger Zoo im Januar 2008 dazu gebracht haben, ihre beiden Jungen aufzufressen.
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und noch was: was veranlasst sie, in einem Kaninchen eine Zitat "pathologische Kindesmörderin." zu sehen? das kann doch wohl nicht wahr sein, das Sie auf dieses dumme Geschöf menschlich Termini anwenden. Ich glaube es einfach nicht.
Kuni
"Das ist nicht die Frage. Was mir nicht gefällt ist, aus der Theorie der egoistischen Gene, die mir zur Beschreibung der Wirklichkeit zu schlicht ist, mit krass vereinfachten ökonomischen Basisweisheiten ..."
Mal eine ganz bescheidene Frage: Was hat ein Kaninchen mit ökonomischen Basisweisheiten zu tun, was weiß es darüber und wo hat es diese studiert?
"Bruch des bösen Zaubers (Spiegel 32/2008) "Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. "
Habe ich gelesen und auch noch andere Dinge. Aber ich verspreche Ihnen, das ich darauf achten werde, dass meine Tochter meine Enkel nicht frisst. Sonst noch etwas? Ach ja: Die Weisheiten dieser Pyschologen sind nicht ganz so alt, wie die Mechanismen der Natur, und wenn ich mir den Stuss manchmal anschaue, den diese verzapfen, um ihre wichtigtuerischen Wahrheiten dem Volke anzudienen, kommt mir, um es mal ganz ehrlich zu sagen, das K..zen.
Ich denke da ganz speziell an den Behaviorismus (oder stuss? so hieß das glaube ich), mit dem amerikanische Psychologen eine ganze Generation von Neurotiker heran haben erziehen lassen, mit dem Ergebnis, das eine Generation später Menschen, die sicher auch ohne Seelenklempner ausgekommen werden, eine ganze Generation von Seelenklempnern am Fressen halten, weil sie nicht in der Lage sind, ihr Seelenzipperlein entweder zu bearbeiten oder sie über Gebühr er-leiden. Tut mir leid, Ihnen das mal so sagen zu müssen.
Davon abgesehen hat meine Tochter das selber entdeckt ... und verstanden. Sie hat das Kaninchen anschließend regelmäßig gefüttert, sprich: die Verantwortung übernommen. Ein Pyschiater hätte ihr sicher ein Trauma eingeschwätzt.
Kuni
Zitat: "Kultur ist nämlich genau das: Das der Stärkere dem Schwächeren nicht einfach die Rübe zertrümmert um sein Weib zu schwängern."
Möglicherweise hängt das aber auch mit den Rahmenbedingungen zusammen, wie z.B. unserer Gesetzgebung und den Strafen, die zu erwarten wären.
Bruch des bösen Zaubers (Spiegel 32/2008) "Traumatische Erlebnisse im Kindesalter können das Erbgut im Gehirn dauerhaft verändern. Der erschreckende Befund schürt das Interesse am jungen Feld der Epigenetik: Erfahrungen hinterlassen chemische Spuren, die womöglich sogar vererbt werden. ... Mittlerweile legen einige Studien nahe: Die epigenetischen Muster können ebenfalls vererbt werden. "Das ist das Ende der Theorie vom egoistischen Gen", kommentiert die Biologin Eva Jablonka von der Universität Tel Aviv in Israel. "Der ganze Diskurs über Vererbung und Evolution wird sich verändern." "
Mag sein, daß das Karnikel Ihrer Tochter Hunger hatte. Oder fand, dem Leben in Ihrem Karnikelstall sei der Tod vorzuziehen. Oder es war eine pathologische Kindesmörderin.
Das ist nicht die Frage.
Was mir nicht gefällt ist, aus der Theorie der egoistischen Gene, die mir zur Beschreibung der Wirklichkeit zu schlicht ist, mit krass vereinfachten ökonomischen Basisweisheiten und eindimensionalen Mutmaßungen über die Motivlage den rücksichtlosen Egoismus von Individuuen und Gruppen als natürlich zu postulieren.
Kultur ist nämlich genau das: Das der Stärkere dem Schwächeren nicht einfach die Rübe zertrümmert um sein Weib zu schwängern.
Bio-Bizarr und Kinder-Killer!!!!!
Zeitung beschliesst Niveauverlust!!!!!
Kinder gefährdet!!!!
Was ist los mit unserer Bildung!!!!
Verkommt unsere schöne deutsche Sprache!!!!
Werden wir alle d.ummm!!!!
Paging