Raumfahrt SpaceX-Rakete kippt bei Landung um - und explodiert

Diese Kombo von Screenshots zeigt die missglückte Landung der Falcon-9-Rakete vor der Küste Kaliforniens.

(Foto: Quelle: Instagram/elonmusk)
  • Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX erleidet einen weiteren Fehlschlag: Eine Trägerrakete zerbirst bei der Landung auf einer Plattform im Pazifik.
  • Es ist bereits der vierte missglückte Versuch. Eine Landung an Land war vor etwa einem Monat gelungen.

Satellit abgesetzt - Rakete explodiert

Beim Versuch, eine Trägerrakete im Meer zu landen, hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX einen weiteren Fehlschlag erlitten. Zunächst brachte die Rakete zwar erfolgreich den Nasa-Satelliten Jason-3, der die Meeresoberfläche vermessen soll, von einer Luftwaffenbasis in Kalifornien ins All. Die anschließende Landung der Raketenstufe auf einer Plattform im Pazifik sei jedoch missglückt, schreibt SpaceX-Gründer Elon Musk auf Twitter. "Es sieht aus, als wäre es eine harte Landung gewesen." Zu sehen ist dies dort im angehängten Instagram-Video.

Dem Unternehmen zufolge lag die Bruchlandung am Sonntag nicht an hoher Geschwindigkeit oder rauer See, sondern an einem technischen Problem: Ein Bein der Rakete sei nicht verriegelt gewesen. Daher sei die Rakete nach der Landung umgekippt, teilte Musk mit.

Die Rakete war um 19.42 Uhr vom Vandenberg-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien aus ins All gestartet. 56 Minuten später setzte sie den von den USA und Frankreich entwickelten Satelliten Jason-3 in der Erdumlaufbahn ab. Der Satellit soll unter anderem genauere Daten über den Anstieg des Meeresspiegels liefern.

SpaceX strebt an, seine Trägerraketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger zu machen. Langfristig träumt Musk davon, Trägerraketen wie Flugzeuge zwischen Erde und All einsetzen zu können.

Warum die Raketen auf See landen sollen

Im Dezember war es SpaceX gelungen, eine Falcon-9-Rakete unbeschadet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zu Boden zu bringen. Aber Ziel der Firma ist es, dass die Raketen auf schwimmenden Plattformen im Meer landen. Das sei "für Hochgeschwindigkeitsmissionen nötig", schrieb Musk auf Twitter. Dies sei aber wegen der kleinen Landefläche und der Bewegung der Plattform schwieriger als an Land.

SpaceX scheiterte nun bereits zum vierten Mal mit dem Versuch, eine Rakete unbeschadet auf See landen zu lassen.

Auch die Konkurrenzfrma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos forscht an wiederverwertbaren Raketen. Sie konnte im November eine Suborbital-Rakete heil zur Erde zurückbringen. Die Firma hat aber nie eine Landung auf dem Meer getestet.

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