Knochenfunde aus Rheinland-Pfalz deuten darauf hin, dass Menschen ihre Artgenossen am Spieß gebraten und gegessen haben.
Archäologen haben neue Hinweise darauf gefunden, dass Menschen in prähistorischen Zeiten manchmal andere Menschen gegessen haben: Das ergab die Analyse der Knochenfragmente von rund 500 Skeletten, die auf einer 7000 Jahre alten Ausgrabungstätte aus dem frühen Neolithikum im rheinland-pfälzischen Herxheim gefunden wurden.
Die 7000 Jahre alte Knochen in Herxheim sollen Belege für Kannibalismus liefern. (© Foto: dpa)
Anzeige
Spuren an den zertrümmerten Knochen deuteten darauf hin, dass die Menschen wie Tiere abgeschlachtet, am Spieß gebraten und dann bis aufs Knochenmark abgenagt worden seien, berichtet der Archäologe Bruno Boulestin von der Universität Bordeaux (Antiquity, Bd. 83, S. 968, 2009).
Da die Funde aus einer nur wenige Jahrzehnte langen Periode stammen, vermutet der Forscher, dass eine vorübergehende gesellschaftliche Krise den Massenkannibalismus verursacht haben könnte. Andere Archäologen melden jedoch Zweifel an - sie halten die Funde für Überreste ritueller Bestattungspraktiken.
- Thema
- Archäologie RSS
- Anthropologie Endete der Neandertaler in unseren Mägen? 19.05.2009
- Archäologie Mysterien um das Heilige Grab 27.02.2007
- Sensationsfund in Waldgirmes Zeugnisse des Zorns 24.08.2009
- Anthropologie Den Kriegern folgten die Beamten 13.04.2010
- Sensationeller Knochenfund Homo X 25.03.2010
- Altes Ägypten Junk Food für die Götter 27.02.2010
- Eldorado Der Mythos vom vergoldeten Mann 24.02.2010
(SZ vom 08.12.2009/beu)
ARD-Doku über Facebook
Ist irgendjemand wirklich überascht!?
Man denke an den der beiden bekanntesten Politiker dieser Region.
Menschen, die am Wochenende sog. Fußballspiele des FCK besuchen.
Und unter der Woche in der Tosaklause o.ä. abhängen und auf Autobahnraststätten ihre Kinder tauschen.
Die "Forscher" sollten eigentlich wissen, dass es rituelle "Zweitbestattungen" gab. Man hat schlicht die verstorbenen Angehörigen gesammelt, und zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten neu bestattet. Dazu wurden die Verstorbenen in leichter transportierbare Einzelteile zerlegt. Hier kamen viele Clans zusammen und die Toten wurden gemeinsam bestattet. Die anderen Funde (zerschlagene Keramik etc,) sprechen dafür.
"Da die Funde aus einer nur wenige Jahrzehnte langen Periode
stammen, vermutet der Forscher, dass eine vorübergehende
gesellschaftliche Krise den Massenkannibalismus verursacht
haben könnte."
Vermutlich das erste Auftreten des Neoliberalismus....