König Richard III. Knochen des buckligen Bösewichts gefunden

Archäologen in Großbritannien vermuten, dass sie auf das Skelett von König Richard III. gestoßen sind. Bis heute ist der englische Monarch aus dem 15. Jahrhundert bekannt aufgrund des gleichnamigen Theaterstücks von William Shakespeare.

Britische Archäologen sind nach eigenen Angaben möglicherweise auf die Überreste von König Richard III. von England (1452-1485) gestoßen. Ein bei Ausgrabungen entdecktes Skelett weise Ähnlichkeiten mit dem englischen Monarchen aus dem 15. Jahrhundert aus, wie ihn Zeitgenossen damals beschrieben hätten, teilten die Forscher der Universität Leicester mit.

Mathew Morris von der University of Leicester zeigt auf den Ort, wo ein ungewöhnliches Skelett entdeckt wurde. Möglicherweise sind es die Überreste von König Richard III., die unter dem Parkplatz des Stadtrats von Leicester lagen.

(Foto: REUTERS)

Ein Labor soll nun die DNA der guterhaltenen Knochen mit dem Erbgut eines direkten Nachkommen von Richards ältester Schwester Anne von York vergleichen. Das Ergebnis könnte in spätestens zwölf Wochen vorliegen.

"Archäologie findet so gut wie niemals bekannte Persönlichkeiten", sagte Lin Foxhall, Leiterin der School of Archaeology an der Universität dem britischen Sender BBC. "Das ist absolut ungewöhnlich."

Richard Taylor, Pressechef der Universität, erklärte, das Skelett weise eine krumme Wirbelsäule auf, was auf schiefe Schultern deuten könnte - genau wie bei Richard III. Eine Pfeilspitze im Rücken sowie Schlagspuren auf dem Schädel könnten laut den Forschern von einer Kriegsverletzung stammen.

Richard III. starb 1485 während der Schlacht von Bosworth. Er soll in einem im 16. Jahrhundert zerstörten Kloster in Leicester bestattet worden sein. An dessen vermutetem Standort, dem heutigen Parkplatz des Stadtrats, begannen die Archäologen vor drei Wochen mit Hilfe von spezieller Radarausrüstung ihre Ausgrabungen.

Der Nachwelt ist Richard III. vor allem als buckliger Bösewicht in Shakespeares gleichnamigem Theaterstück bekannt.